Gästebuch

Liebe Fans, Freunde und Kritiker des moers festivals,

seit Anfang Dezember 2016 arbeiten mein neues Team und ich mit großer Leidenschaft daran, das moers festival 2017 vorzubereiten und der 'Idee von Moers' zu Pfingsten einmal mehr ihre besondere Gestalt zu geben. Dabei gibt es für uns in kurzer Zeit sehr viel zu tun - trotzdem werden wir neue Wege gehen, manches hinterfragen, auf Bewährtes zurückgreifen, hoffentlich Unerwartetes und Überaschendes erleben - und wir werden dabei sicherlich Fehler machen. 

Sie helfen uns, ihr helft uns sehr, wenn dieses Gästebuch ein Ort für stil- und respektvollen Austausch bleibt.

Alle Gästebucheinträge der Vergangenheit sind wieder sichtbar - abgesehen von wenigen diffamierenden oder beleidigenden Kommentaren. Nach beunruhigenden Zeiten und einem langen Vakuum im Herbst 2016 freuen wir uns über konstruktive Kritik, Anregungen, Ideen, Anekdoten rund ums Festival...

Ich wünsche uns allen dabei viel Freude, etwas Weisheit und ein paar geniale Momente

Tim Isfort


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Klaus S aus Iserlohn

Freitag, 26-08-16 14:42  klaus-s1(at)gmx.de 

Das Theater ist wirklich nicht mehr zu ertragen. Ihr habt es geschafft, ein Festival, welches weltweit Beachtung findet, vor die Wand zu fahren.

Early Bird 2017? Sicher nicht mehr mit mir. Und sollte der Zirkus so weitergehen und das das Programm vielleicht Richtung Mainstream gehen, dann war das Festival 2016, nach persönlich 30 Jahren, auch mein Letztes.





martin nottrott aus Marienfels

Donnerstag, 26-05-16 12:57  martinnottrott(at)gmx.de 

Gegenkonzepte, neue Positionen zu schaffen, Verkünden, Wachrütteln, Positionen beziehen war und ist immer ein Bestandteil des New Jazz- Avantgarde-Jazz und Free-Jazz gewesen und wird es auch hoffentlich immer sein sein. Sun Ra, Pharao Sanders, Brözmann, Zappa, Ligeti, Enaudi und Hunderte hier weiter zu nennende Künstler hatten immer auch politische Visionen. E-Klänge, Weltmusik, ja auch filmische Verarbeitung gepaart mit extremen musikalischen Minima-lismen und auch neu interpretiertes Liedgut von Bach bis Zappa gehörten schon immer auf die Bühne des Festivals in Moers. Und so auch in diesem JaHR: Die Light-Show hat sich auf ein Wesentliches konzentriert. Der Sound ist merklich besser.
Genauso wie die documenta in Kassel gehört das Moers-Festival zu einem Muss der Weltkultur. Theater, Opern, Museen werden mit durchschnittlich 60-120 Euro, manchmal sogar mehr pro Vorstellung pro Besucher aus den Kulturetats der Länder und Gemeinden subventioniert. Die Marke Moers-Festival darf und kann nicht an den monetären Leitlinien eines Herrn Brohl u.a. scheitern. Die jetzige Situation der räumlichen Reduzierung wird der Moerser Stadtkämmerer schon seit 3 Jahren spüren. Dass die Aufsichtsräte/innen für Kultur eine vorgezogene Abschreibung der Halle dem Festival zuschreiben wollen, ist ein Verbrechen an der Kultur. 4 Aktionen in einem Jahr in der Festival-Halle zeugt von Inkompetenz ersten Ranges. Aber Carmen Weist und Herr Brohl wollen ja Massen -kompatiblen Mainstream a La DSDS.
Lieber Rainer Mischalke und Team: zu dem Programm und allem Drumherum (bis auf die Tatsache, 1. dass wir Festival-Zahler unsere Autos am A... der Welt parken mussten - jedoch jeder andere an der Halle parken durfte, 2. dass Familie uns nicht auf dem Camping-Gelände besuchen durften - erst nach Intervention bei Frau Grossmann durfte unsere Familie uns doch besuchen -)
hat mir als lang-langjährigem- Festival-Besucher/Zahler/Umsatzbringer ganz besonders euren Mut zu neuen Positionen gefallen. Einigen mag die Ansprache an das etablierte Bildungs-bürgertum nicht unbedingt gefallen haben. Die richtungsweisende, neue Sichtweise - ob in der neuen Musik, beim Theater, Tanz, Film, Baukunst etc. muss - und das ist der Auftrag der Kunst - Positionen beziehen. Ein glatt gebügeltes Moers-Festival würde in der Weltpresse nie nie so viel Beachtung gefunden haben, wie es in den letzten 45 Jahren erreicht hat. Für ein zehntel des Jahresgehaltes eines Superstars aus dem Fußball wird seit Jahrzehnten das Festival betrieben. Hunderte von Millionen ist der GEZ-Zahler bereit für EM/WM/Olympiade auszugeben. Der Späthsche Schwarze-Null- Haushalt funktioniert nicht in der Hochkultur!!, Herr Brohl. Wenn man das so will, haben nicht nur Moers verloren, sondern alle, alle Beteiligten. Ja sogar selbst der einfache Bürger, der erst Jahrzehnte später Zugang zu Neuem erlebt.
P.S. dieses ist mein dritter kritischer Apell an Moers; mal schaun, ob Demokratie ernst genommen wird.


Marco Uhres aus Luxemburg

Dienstag, 24-05-16 16:34  threemar(at)pt.lu 

Komme seit 30 Jahren ohne Unterbrechung mit Familie zum "moersfestival" Immer wieder gerne. Der Sound und die Lightshow dieses Jahr, ein Genuss.
Das Programm, wie immer, top, für
jeden etwas, mehr oder weniger.
Das Zelt im Park ist ja leider passé, dann bitte weiter so in und ausserhalb der Halle mit Reiner Michalke und seiner
tollen Mannschaft.


paul coppus aus Horest aan de Maas Nederland

Dienstag, 24-05-16 12:47  suppoc(at)kpnmail.nl 

Hallo,

Schon seit den Achtziger Jahren besuchen wir immer das Festival.
Groszartig wass ihr da macht. Dieses Jahr habe wir gesehen dass das Festival eine noch mehr aufwärtse Richtung gemacht hat.
Es wäre ein Schande wenn das Festival nicht mehr statt findet. In Holland bin es schon gewönnt das ein Festival aufhört. Aber in ein groszes Kulturland wie Deutschland kann dass eigentlich NICHT!
Hoffe auf ein nächtstes Jahr in Moers!!!!!!!!!!!!!!!


Jens Cullmann aus Trier

Freitag, 20-05-16 09:51  jens.cullmann(at)web.de 

Dieses Festival existiert seit 44 Jahren. In dieser Zeit haben die vorangegangenen Generationen Moerser Bürger große Toleranz aufgebracht und ermöglicht, dass ein einzigartiges Event bis heute überdauert hat.
Mich treibt um, dass in unserer angeblich so liberalen und aufgeschlossenen Gesellschaft diejenigen die Überhand gewinnen wollen, denen kulturelle und gesellschaftliche Nischen ein Dorn im Auge sind, offenbar nur weil sie nicht in ihr Weltbild passen.
Natürlich ist es einfacher, ein Stadtfest mit gesicherten Einnahmen anzubieten und ein finanzielles Risiko zu umgehen. Mich persönlich erinnert das zu sehr an „Brot und Spiele“.
Nur so nebenher und abseits von der musikalischen Qualität:
Es kann nicht genug hervorgehoben werden, welche Strahlkraft das Moers Festival entwickelt hat und wie viele Menschen nachhaltig hiervon profitieren. Die vier Tage bedeuten für mich seit vielen Jahren einen Impuls und Energieschub, der mir manche Frustration und sicherlich auch manchen Krankheitstag im „normalen Leben“ erspart. Durch die Fülle an Inspiration und den Austausch mit Gleichgesinnten tritt eine Entspannung ein, für die ich ansonsten einen mehrwöchigen Urlaub benötigen würde. Der Aufenthalt auf dem „Planeten Moers“ ist für mich ein unersetzlicher Bestandteil meiner Jahresplanung geworden.
Was man besser machen kann: ich finde es gibt zu wenig Merchandising. Die T-Shirts sind unattraktiv und trotzdem montags ausverkauft. Etwas flottere Slogans wie: No moersy, that`s atmoersphere oder ähnliche Spielereien kämen nicht so altbacken daher. Warum gibt es keinen Festivalaufkleber? Ich würde mir einen auf meine Spießerkiste kleben, das ganze Jahr Werbung machen und auch noch fünf Euro in die Kasse zahlen. Überhaupt ist die Werbung für dieses Event recht spärlich. Ich lebe in Trier und das Festival ist hier gänzlich unbekannt. Woran das liegt kann ich allerdings nicht sagen.
Zur Auslastung der Halle: natürlich gibt es eine große Konkurrenz im Ruhrgebiet. Aber umgekehrt ist das Einzugsgebiet sehr groß und durch ähnliche Veranstaltungen mit avantgardistischer Musik lässt sich sicherlich ein Stammpublikum gewinnen. Hier fehlt offenbar Management mit Herzblut.
Gut finde ich, dass versucht wird, durch entsprechende Programmpunkte jüngeres Publikum anzuziehen. Auch die Anbindung der Kölner Szene und der Filmhochschule trägt sicherlich hierzu bei. Ich habe bei den Songwriter Auftritten auch die Halle verlassen, sie haben mich aber nicht verärgert. Ich erkenne die Notwendigkeit an.
Und wenn schon dann plädiere ich für mindestens einmal Jeff Silvertrust auf der Bühne.
Lieber Herr Michalke und Team, bitte lasst Euch nicht entmutigen. Ihr wisst gar nicht, wie viel positives ihr im Leben Eures Publikums schon bewirkt habt.
Viele Grüße,
Jens Cullmann


Anna Baltes

Donnerstag, 19-05-16 19:04  klonklon(at)gmx.de 

Ich kann gar nicht genug betonen, wie gut die Zusammenstellung des Programms ist. Ein so breites Spektrum an improvisierter Musik und trotzdem alles qualitativ hochwertig. Viele Konzerte klingen noch Tage später nach. Wenn nicht sogar für Wochen,Monate, Jahre. So ist das Festival wirklich zu einem wichtigen Bestandteil meines Lebens geworden. Ebenso dürfte es vielen anderen ZuhörerInnen und auch den MuikerInnen gehen. Man spürt wie sehr sie sich in Moers willkommen fühlen. So ist das Festival weltweit zu einem Begriff geworden und ist in dieser Gesellschaft des Spektakels ein wichtiger Gegenpol,wo auch leise Stimmen Gehör finden und auch Welten jenseits des Mainstreams zur Geltung kommen. Umso wichtiger ist es, dass die Stadt Moers Herrn Michalke in seiner Arbeit stärkt und unterstützt ! Allein die Idee der Installation eines ganzjährigen Improvisers in Residence ist ein riesiger Gewinn für die Stadtgesellschaft. Allen die daran Zweifeln, ob der Erhalt des Festivals wichtig ist,rate ich einmal ein paar Texte von Hanns Dieter Hüsch zu lesen oder zu hören, der sich immer auch für das vermeintlich Abseitige und Fantasievolle eingesetzt hat. Er sang für die Verrückten. Die Stadt Moers schafft es doch auch seinen Geist zu schätzen und in Ehren zu Halten. So sollte es auch mit dem Geist des Moers Festivals sein !


Otfrid Kromer aus Heidelberg

Donnerstag, 19-05-16 16:31  o.kromer(at)doenhoff-rs.de 

Liebes Moers - Festival Team,
in diesem Jahr hatte ich leider nicht die Möglichkeit über Pfingsten an den Niederrhein nach Moers zu kommen. Als gebürtiger Niederrheiner verfolge ich das Festival schon seit den 70 er Jahren und immer gab es nach dem Festival, das jedesmal großartig bei den Musikern und Festivalbesuchern ankam, Diskussionen über die Finanzierung der kommenden Festivals. Schade, dass die Stadt Moers in der langen Zeit des Bestehens des Moers-Festivals nicht 100 prozentig hinter dem Event steht, so dass erst gar keine Diskussion über den Bestand des Festivals aufkommt. Burkhard Hennen hatte damals eine phantastische Idee und Moers ist der ideale Platz für diese Musik und für das Festival. Mit welcher Hingabe bis auf den heutigen Tag alle Verantwortlichen des Festivals jedes Jahr ein musikalisch stimmiges Festival auf die Beine gestellt haben, welche großartigen Künstler dort schon mit Freude auftraten und welche tollen Talente dort ihre Chance bekamen, sich einem größeren Publikum zu präsentieren ist einzigartig. Moers vertritt zudem einen freiheitlichen, friedliebenden und toleranten Geist, den man und frau sich für viele Regionen in Deutschland wünscht.
Moers ist ein Exportschlager aus Deutschland, der genial ist. Früher hatte sich der WDR mit seinem Radioprogramm dort engagiert, heute sorgt ARTE dafür, dass sich begeisterte Moers - Fans mit dem Festival verbinden können und die Konzerte live via Livestream miterleben können. Das war für mich in diesem Jahr ein tolles Geschenk, alle Konzerte des Hauptprogramms am Laptop miterleben zu dürfen. Danke Moers, danke an alle Moers-Macher und der künstlerische Leiter R. Michalke kann davon ausgehen, dass es viele bedauern werden, wenn er nicht mehr die künstlerische Leitung inne hat.
Halten Sie den Gegenwind aus dem Rathaus aus, Herr Michalke; die wahren Moers - Fans geben Ihnen ganz starken musikalischen Rückenwind.
Das Festival darf nicht sterben!!! Das Festival ist dafür viel zu COOL :-)


Rainer Brase

Donnerstag, 19-05-16 13:09  helpjazz(at)arcor.de 

Als Moers-Jünger, zwar nicht der allerersten Stunde, aber immerhin der ersten Jahre, habe ich dieses Festival und die Stadt Moers mit ihrem herrlichen Schlosspark fest in mein Herz geschlossen. Ich konnte dieses Jahr leider wieder nicht dabeisein, umso glücklicher war ich, dass es einen Live-Stream gab. Rainer Michalke hat natürlich völlig recht, wenn er sagt: "Man muss diese Musik, die ja vielfach aus dem Augenblick geboren ist, am Ort erleben, dieselbe Luft, wie die Musiker im selben Moment atmen." Ein Live-Stream kann das niemals ersetzen. Dennoch konnte ich dadurch wenigstens einen Eindruck von der unglaublichen Bandbreite zeitgenössischen Musikschaffens mit Bezug zum Jazz, aber mit den unterschiedlichsten Ansätzen und Herangehensweisen gewinnen. Meiner Kenntnis nach gibt es eine solche Werkschau praktisch nur auf dem Moers-Festival, das in dieser Hinsicht nach wie vor einzigartig geblieben ist. Die hohe Professionalität der Veranstaltung ansich und die atemberaubende Virtuosität der Musiker macht mir allerdings bisweilen auch etwas Angst und ich frage mich bisweilen, ob das noch menschliche Maßstäbe sind und wie sich diese Entwicklung mit dem Kerngedanken der Improvisation und des Improvisierens auf Dauer vertragen können. Sehr unterhaltsam fand ich die Interviews von Mascha Corman, und Hayden Chisholm. Beide übrigens mit wunderschönen Naturlocken. Die eine trägt sie auf dem Kopf und der andere auf der Brust. Haydens Englisch ist so unmissverständlich, wie sein Saxophon-Spiel. Selbst ich konnte meistens alles gut verstehen. Einzelne Konzerte hervorzuheben, macht überhaupt keinen Sinn, denn es waren ausnahmslos großartige Musikerpersönlichkeiten auf der Bühne und alle hatten auf ihre Weise viel zu sagen. Wenn es das Festival nicht schon viele Jahre gäbe, man müsste es sofort morgen erfinden. Meinen besonderen Dank an die KHM Köln und ARTE, die es mir ermöglichten, doch irgendwie "dabei" zu sein.


gerhard aus Neustadt

Donnerstag, 19-05-16 12:54  ger.mic(at)web.de 

Tolles Festival, vielen Dank!!!!! Highlights für uns waren Harriet Tubman, Warped Dreamer, Lopez-Nussa Trio, Tim Isfort, The Liz, Amok Amor + die Morning Sessions. Schade dass es Überschneidungen im Programm (Night Sessions, Solo Konzert Isfort) gab. Eine Band weniger pro Tag wäre für uns kein Problem. Unverständlich sind die Einladung von Stevens/Collier + Sam Amidon. Für Pop/Folk Künstler gibt es u. E. genügend Auftrittsmöglichkeiten. Lieber mehr Experimentelles.
Wir kommen auf jeden Fall im nächsten Jahr wieder!!!!!!!


Brigitte Hasenjürgen aus Münster

Donnerstag, 19-05-16 12:25  hasenjuergen(at)t-online.de 

Liebe Festivalleute! Ich genieße Eure Musikauswahl jedes Jahr mindestens an einem Tag. Jedes Mal komme ich auf neue Ideen, bin inspiriert. Allein Moon Hooch war ein Genuss! Jung, kreativ, innovativ. Land und Bund sollten das Festival finanziell sichern. Doch etwas stört mich auch: Jüngere Besucher*innen sind in der Minderzahl - hier kann nachgebessert werden.
Herzlich, Brigitte