Gästebuch

Liebe Fans, Freunde und Kritiker des moers festivals,

seit Anfang Dezember 2016 arbeiten mein neues Team und ich mit großer Leidenschaft daran, das moers festival 2017 vorzubereiten und der 'Idee von Moers' zu Pfingsten einmal mehr ihre besondere Gestalt zu geben. Dabei gibt es für uns in kurzer Zeit sehr viel zu tun - trotzdem werden wir neue Wege gehen, manches hinterfragen, auf Bewährtes zurückgreifen, hoffentlich Unerwartetes und Überaschendes erleben - und wir werden dabei sicherlich Fehler machen. 

Sie helfen uns, ihr helft uns sehr, wenn dieses Gästebuch ein Ort für stil- und respektvollen Austausch bleibt.

Alle Gästebucheinträge der Vergangenheit sind wieder sichtbar - abgesehen von wenigen diffamierenden oder beleidigenden Kommentaren. Nach beunruhigenden Zeiten und einem langen Vakuum im Herbst 2016 freuen wir uns über konstruktive Kritik, Anregungen, Ideen, Anekdoten rund ums Festival...

Ich wünsche uns allen dabei viel Freude, etwas Weisheit und ein paar geniale Momente

Tim Isfort


Für alle Beiträge zum Thema Camping und Zeltstadt geht es hier zum CAMPING GÄSTEBUCH >>


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U. L. aus Goslar

Mittwoch, 27-05-15 18:56  ulfrajo(at)web.de 

Hallo
Also erstmal meine Meinung zum wichtigsten, dem Programm. Insgesamt war es mir zu weichgespült. Wenn man nach Moers fährt, dann erwartet man nicht nur gute Musik sondern auch Herausforderung und vielleicht auch Provokation.
Gut gefallen hat mir Peter Evans, Stetson - Dunn - Fox, Z Country Paradise und auch Eve Risser.
Besonders gut haben mir wieder die Morningsessions (Florian Jung) gefallen.
Eine Anmerkung zum Camping: Die große Entfernung zwischen Campingwiese und Wohnmobilstellplätzen ist total blöd. Keine Festivalatmosphäre mehr. Man reist zusammen an und sieht sich nicht.
Die Dixis auf dem Wohnmobilstellplätzen unter aller Kanone, nach zwei Tagen bis zum Anschlag voll.
Was ich nicht verstehen kann, das Genörgele über die Sitzplätze. Man kann überall hervorragend sehen und hören. Wenn man einigermaßen pünktlich zum Konzert kommt, findet man auch immer einen guten Platz.
Ich fand es auch nicht zu laut.
lg u.


Peter Schneider aus Saarland

Mittwoch, 27-05-15 16:50  peschnei57(at)web.de 

Mein 32. Moers-Festival war ziemlich ernüchternd. Wie ich waren sehr viele Menschen des Stammpublikums, mit denen ich gesprochen habe, insgesamt sehr enttäuscht: Zu wenig Wagnis, zu wenig Dynamik & zu viel Mainstream-Anbiederungen.
Der erste Tag war in dieser Hinsicht ein Totalausfall. Stetson war bis auf das Trio mit Dunn und Fox zu wenig abwechslungsreich und beim zweiten Hören eher langweilig. Überzeugt haben Pulverize the Sound, Mikko Innanen 10+, Frank Gratkowskis Z-Country-Paradise, und Bassekou Koyate. Ziad Rajab gab ein schönes ruhiges Konzert.
Eve Rissers, Sara McDonalds, Eivind Opsviks und Sofia Jernbergs Auftritte waren recht „nett“, aber ohne das gewisse Etwas, das einen so richtig berührt hat. Die mutlose Popattitüde und die kompositorische Zwangsjacke der meisten Arrangements hat dem Hauptprogramm viel von seiner einstigen Attraktivität genommen.
Gefehlt haben das eine oder andere richtig gute Jazz-Konzert und die spannenden, intensiven Erkundungen von alternativen Klangwelten, die das Moersfestival bisher so einzigartig sein ließen.
Musikalisch gerettet haben das Festival eindeutig die absolut großartigen Morning Sessions, in der alle beteiligten Musiker ihre Klasse und Spielfreude auf eindrucksvolle Weise unter Beweis stellen konnten!!!
Das Ambiente und die Orga des Festivals haben sich im Vergleich zum Vorjahr hingegen eindeutig verbessert! Es gab genügend Platz und Duschmöglichkeiten und jede Menge freundliche und hilfsbereite Menschen, die für einen sehr angenehmen Aufenthalt gesorgt haben.
Ich wünsche mir für das kommende Festival wieder ein mutigeres, more „Adventurous Programming“, so dass Moers auch in Zukunft die Reise wert ist.


Wolfgang Huber aus Berlin

Mittwoch, 27-05-15 14:13  huber(at)huban.de 

Hallo,
mir hat's bestens gefallen. Das letzte Mal war ich vor dreißig Jahren da und hatte ein wenig Angst, dass es meiner Erinnerung nicht standhalten kann.
Einen Kritikpunkt habe ich: Wohl Dank dem Biermonopol gibt es keine guten alkoholfreien Getränke. Der eine Fruchtsaftstand draußen ist ein bisschen wenig und (Bio)Limo wäre schon schön, vor allem wenn man, wie ich, mit Kind da ist.


Paula P.

Dienstag, 26-05-15 21:54  troetenfuzzi(at)googlemail.de 

Mein zweites Moers Festival war super! Alle Colin Stetson-Projekte haben mich schlichtweg umgehauen. Was ich aber eigentlich los werden wollte: Der Wohnmobilstellplatz war an einer sehr schönen idyllischen Stelle. Allerdings hatte ich schreckliche Probleme mit den Dixiklos... für nächstes Jahr wünsche ich mir, sofern es finanziell möglich ist, einen richtigen Toilettenwagen.


Leo Perutz

Dienstag, 26-05-15 21:36  leoperutz(at)gmx.de 

Moin, zwei eher technische Rückmeldungen:
Den Umgang mit den Fluchtwegen auf der Empore durch den Veranstalter finde ich höchst fahrlässig. Zeitweise musste man sich im Slalom durch die dicht besetzten Treppenstufen schlängeln. Dass die Aufforderungen, die Wege freizuhalten, nicht umgesetzt wurden, ist einfach unverantwortlich.

Nachdem die Veranstalter das Reservierungswesen offiziell eingeführt haben (Plätze belegen bis zum 3. Läuten geht), ist jetzt die Mehrzahl der Plätze zu den attraktiveren Zeiten durchgängig fest belegt - und alle anderen weniger Rücksichtslosen können sehen, wo sie bleiben. Meine Erwartung: Dann mit echter Reservierung beim Kartenkauf!

Zur Musik:
Etwas viel Stetson , so viel Potential hat der Mann nun wirklich nicht (man vergleiche mal die Zorn-Veranstaltungen vor zwei Jahren und sieht den Unterschied). Das Konzert Stetson/Dunn/Fox war super, die beiden anderen Auftritte doch etwas langatmig (im Wortsinne wie im übertragenen Sinne).

Wenn es so richtig dröhnt und finster dräut, dann ist Gorecki nicht weit. Dass das Epos der 3. gerade 1992 seinen Erfolg hatte (antionalkonservative Höhepunkte der neuen poln. Unabhängigkeit), dass der Komponist sich bereits lange vorher von der Moderne verabschiedet hat, ist ja bekannt. Fehlt jetzt noch die Erläuterung, was die 3. Sinfonie auf dem Moers Festival verloren hatte....

Dennoch, man konnte ja raus gehen und alles in allem waren doch viele spannende, innovative und kreative Konzerte zu hören. Da geht eine längere Pause dank Stetson/Gorecki auch noch in Ordnung.


f. f. aus nrw

Dienstag, 26-05-15 20:24  dudelgedudel(at)gmail.com 

Ich und die Leute um mich herum, alle mit vielen Jahren oder Jahrzehnten Moers-Hörerfahrung, meinen es ist manchmal ZU LAUT!!! Dieser niederfrequente-Dröhn-alles-vermatsch-Krach.
Warum ist das so (Lautsprecher kaputt)? oder Wer will das? Die Tontechnik (hat schon Hörschaden und braucht einen hohen Pegel), das Publikum (es gibt ja auch solche die sich nicht die Ohren verstopfen), die Musiker („meine Musik muss weh tun“) oder gar die künstlerische Leitung („ Kunst darf und soll auch weh tun. Wer als Zuhörer dem nicht (mehr) gewachsen ist, hat keinen Anspruch Teil diese wundervollen Publikums zu sein“).
Sind wir zu sensibel geworden?
Ich bin ratlos. Bitte um Hilfe.


Klaus S aus Iserlohn

Dienstag, 26-05-15 17:27  klaus-s1(at)gmx.de 

In diesem Jahr war es ein Festival mit Höhen und Tiefen. Ich fand der Sonntag war sehr schwach, der Megaflop hier die Gorecki-Symphony. Der Samstag hingegen war der beste Tag in diesem Jahr, alleine schon wegen Peter Evans und Michael Mantler. Für mich der Höhepunkt des Festivals, das Trio Stetson, Dunn, Fox. Was hier an Power rüberkam, alle Achtung. Musste sofort an 1999 denken, an Massacre, als Fred Frith damals mit genauso einer Energie das Zelt zum Beben brachte, dies gelang diesmal Colin Stetson in der Halle. Weitere Höhepunkte das Trondheim Jazz Orchestra und The Baylor Project. Das war aber ein wenig deplatziert, weil nach dem Powertrio mit Colin Stetson passte dies irgendwie nicht so richtig.
Natürlich komme ich im nächsten Jahr wieder. Für mich persönlich wird es dann das 30ste Festival sein.
Doch noch zwei Dinge: Wertmarken? Geht gar nicht. Die Bierpreise? Geht auch gar nicht.
Sollte dies im nächsten Jahr wieder so sein das unverschämte 4€ für ein Bier genommen werden dann werde ich mir mit Sicherheit im nahegelegenen Kiosk ein paar Dosen holen.
Mit besten Grüßen


Gerhard SiebenL aus Kiel

Dienstag, 26-05-15 15:59  gsiebenlist(at)web.de 

Wenn die erhöhten Bierpreise durch eine bessere Bezahlung (MINDESTlohn) des Thekenpersonals begründet sind, ist das völlig OK so!


Uwe aus Leo

Montag, 25-05-15 22:27  uwe.reimann(at)web.de 

Colin Stetson wird überbewertet! Zu laut und zu "eintönig", so hab ich ihn erlebt.
Für einmal ok, aber nicht 4 Tage hintereinander.
Meine ausführliche Festivalkritik demnächst hier im Gästebuch.
Soviel vorab: Nach 13 Jahren Pause war es genial und lohnenswert mal wieder nach Moers zu kommen!!


Eva K. aus Köln

Samstag, 23-05-15 13:54  emtk23(at)googlemail.com 

Der Auftakt war großartig! Danke! Ich finde auch Euer Engagement Behinderte zu integrieren bewundernswert aber kann man Hörgeschädigte nicht anderswo einsetzten als am Mischpult? Bei Colin Stetson & Sarah Neufeld fing vielleicht schon ein bisschen laut aber immer noch meditativ an zum Schluss schoss mir dann allerdings das Blut aus den Ohren und ich konnte mich nur noch in den Vorraum flüchten um einem Hörsturtz zu entgehen. Lieber Tonmeister, MOERS ist nicht ROCK AM RING. Ich möchte Musik hören und mich nicht zudröhnen lassen!
Eine sehr frustrierte Jazzliebhaberin