Gästebuch

Liebe Fans, Freunde und Kritiker des moers festivals,

seit Anfang Dezember 2016 arbeiten mein neues Team und ich mit großer Leidenschaft daran, das moers festival 2017 vorzubereiten und der 'Idee von Moers' zu Pfingsten einmal mehr ihre besondere Gestalt zu geben. Dabei gibt es für uns in kurzer Zeit sehr viel zu tun - trotzdem werden wir neue Wege gehen, manches hinterfragen, auf Bewährtes zurückgreifen, hoffentlich Unerwartetes und Überaschendes erleben - und wir werden dabei sicherlich Fehler machen. 

Sie helfen uns, ihr helft uns sehr, wenn dieses Gästebuch ein Ort für stil- und respektvollen Austausch bleibt.

Alle Gästebucheinträge der Vergangenheit sind wieder sichtbar - abgesehen von wenigen diffamierenden oder beleidigenden Kommentaren. Nach beunruhigenden Zeiten und einem langen Vakuum im Herbst 2016 freuen wir uns über konstruktive Kritik, Anregungen, Ideen, Anekdoten rund ums Festival...

Ich wünsche uns allen dabei viel Freude, etwas Weisheit und ein paar geniale Momente

Tim Isfort


Für alle Beiträge zum Thema Camping und Zeltstadt geht es hier zum CAMPING GÄSTEBUCH >>


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Manfred Mohr aus Oberhausen

Sonntag, 06-07-14 17:34  manmohr(at)t-online.de 

Liebes Moers-Team,
ich komme mit einigen Unterbrechungen schon seit 1976 nach Moers. In den letzten Jahren regelmäßig für die ganze Festivalzeit. Deshalb: Ein großes Lob für die neue Halle und das wieder tolle und überraschende Programm. Oft kenne ich viele Musiker/Gruppen nicht- aber es gibt immer wieder herausragende Neuentdeckungen für mich. Für nächstes Jahr würde ich mir einen Auftritt des Jerry Dammers Sun Ra Projektes mal wünschen.
LG Manfred Mohr


Peter Viltz aus Bonn

Mittwoch, 18-06-14 20:59  pevi24(at)yahoo.de 

Liebes Orgateam,

von unserer Seite, die wir schon seit Jahrzehnten am Festival teilnehmen, insgesamt ein dickes Lob. Wenn man hier in Bonn oder anderen Städten den Fortschritt(?) von Bauprojekten anschaut, . . . endlose Geschichten, aber Moers ist pünktlich an den Start gegangen. Da dürfen sich die Organisatoren auf die Schulter klopfen. Respekt!
Solange die Programmmischung stimmt, sich weiterentwickelt und die Konzertatmosphäre so gut ist wie in diesem Jahr, sollte das Ganze erfolgreich weiterlaufen. Wir werden wiederkommen.
Bei den schon genannten Dingen, die für uns noch verbesserungswürdig wären, hoffen wir auf Unterstützung seitens des Orgateams:
- eigene Duschwagen ohne den Toiletten/Dusch/Waschbeckenmix mit funktionierendem Abflusssystem im Boden
- ein Spültisch für das Campingareal sowie bei den Wohnmobilen
- Frischwasserleitung für die Anlagen auf dem Campinggelände
- ausreichend Platz für Wohnmobile und Wohnwagen schaffen, der nur für Übernachter freigeben wird. Dort keine LKW´s, Anhänger etc.
- mehr Vielfalt bei den Cateringangeboten, nicht 3X . . . -Imbiss.
- bitte eine Regelung, dass die Handtuchtechnik Mallorca-Style nicht mehr gilt. Viele Besucher haben den Diskussionsstand über das Besetzen der Stühle nicht mitbekommen.
Nur wer langjährige Erfahrung als Festivalbesucher hat, kann die Paradiesphantasien beim ersten Betreten der Sanitärräume in der Halle nachempfinden. Da wurde nicht gekleckert, sondern geklotzt, auch von seiten der Servicekräfte Tag und Nacht, ein nettes kleines Detail wie im letzten Jahr waren die bunten Glühbirnchenketten in den Baumkronen vor der Halle.
Allen mithelfenden Menschen möchten wir noch mal danken für die freundlichen Ober-, Zwischen- und Untertöne, die wir wahrgenommen haben.

Auf´s kommende Moers Festival
Elke und Peter


Judith G.

Mittwoch, 18-06-14 12:15

Liebes Moers-Team,

auch wir, eine je nach Jahr variierend etwa 6 köpfige Truppe, die seit 6 – 8 Jahren regelmäßig nach moers fährt, möchten uns dem Feedback anschließen, das ihr sicherlich zahlreich erhaltet.

Wie jedes Jahr war auch dieses Mal die Programmgestaltung großartig. Man merkt, dass ihr den Fokus auf die Musik legt und dass dies trotz aller zusätzlicher Sorgen auch dieses Jahr nicht zu kurz gekommen ist. Ein breites Spektrum der unterschiedlichsten MusikerInnen, mit immer wieder neuen Überraschungen und alten Bekannten. Vielen Dank dafür!

Ein paar Wünsche in dieser Hinsicht blieben aber dennoch offen:
• Wieder mehr Durchmischung bei den morning sessions. Natürlich möchte Jan Klare seine Dorf-Leute unterbringen, aber es war teilweise schade, dass immer wieder dieselben gespielt haben. Vielleicht war es aber auch nicht anders machbar, wir können ja nicht hinter die Kulissen blicken.
• Die Tanznächte im Bollwerk fehlen uns. Es tat meist gut, nach den Veranstaltungen im Zelt noch den Kopf freizutanzen. Wir haben zwar gehört, dass es trotzdem Party im Bollwerk gab, aber dass das Programm früher auf das moers abgestimmt war und auch hier spannende Bands und DJs zeigte, hat diese Tanznächte immer zu etwas Besonderem gemacht.

Im Großen und Ganzen waren es jedoch eher die technischen und organisatorischen Dinge, an denen sicherlich noch nachgebessert werden kann. Der Umzug in die Halle ist überraschend positiver, als wir es zunächst vermutet hatten. Der Campingplatz ist wunderschön und ruhig und gemütlich geworden. Die Toiletten in der Halle waren nie voll und immer sauber, das war richtig luxuriös. Es gab immer einen Sitzplatz zu ergattern in der Halle, die Akustik war natürlich großartig und hat ganz neue Nuancen im Spiel ermöglicht. Alle Menschen, die an den Einlässen, Infoständen, Wachposten standen waren extrem nett und freundlich, obwohl sie das ganze Wochenende unermüdlich arbeiteten. Der kostenlose Einlass ins Schwimmbad war auch sehr toll – ein kaltes Bad vor den morning sessions ist nicht zu unterschätzen (und deshalb fanden wir auch die wenigen Duschen auf dem Campingplatz nicht schlimm).

Hier ein paar (sicherlich nicht neue) Kritikpunkte, die wir gesammelt haben:
• ein Abwaschbecken am Zeltplatz wäre nicht schlecht. Ist das mit den Leitungen nicht zu machen?
• Es wäre schön, wieder mehr Platz zum Tanzen an der Bühne zu haben. Dieses Jahr wurden auch abends nicht die Stühle zusammengestellt, was ja in den letzten Jahren wenigstens während des letzten Acts das Tanzen möglich gemacht hat. Könnte man nicht die Stuhlzahl am Rand reduzieren und denen, die Stehen wollen, dieses wieder mit guter Sicht und Akustik ermöglichen? Wenn man hinten stand, war man so seltsam distanziert vom Bühnengeschehen.
• Dass vor der Halle zu wenig Platz war, ist klar. Der Händlerstand war unserer Meinung nach auch zu eng dran und nahm viel zu viel Platz ein. Aber die Idee, die Konzerte per Lautsprecher nach draußen zu übertragen und Liegestühle aufzustellen war großartig!
• Die Halle war zu dunkel und zu warm. Das könnte man beides dadurch lösen, die hinteren Türen offen zu lassen, wie es am letzten Festivaltag geschehen ist.
• Es wäre schön, wie sonst immer, eine Möglichkeit zum Handyaufladen zu haben. Der sehr sehr nette Herr vom Infostand hat mich mein Handy aufladen lassen, aber sonst waren im Orgazelt immer genug Steckdosen vorhanden.
• Kann man nicht das ehemalige Schwimmbad vom Platz her noch mitnutzen? Dann wären auch die Wege vom Zeltplatz zur Halle nicht so lang.

Abgesehen von diesen Kritikpunkten, die unsere Festivallaune allerdings nur minimal beeinträchtigt haben, war das moers wie in jedem Jahr ein Höhepunkt des Festivaljahres. Wir danken euch für eure Mühen, auf die große moers-Familie ist jedes Jahr Verlass und wir kommen definitiv wieder. Dass die Ermäßigung dieses Jahr für alle Studenten egal welchen Alters galt, hat uns übrigens auch sehr gefallen.

Mit herzlichen Grüßen,
Judith G. und der Rest der Truppe


Fritz B.

Dienstag, 17-06-14 12:35

Liebes Team,
ich bin seit 1976 dabei und sage euch: es war ein hervorragendes Festival!! Vielen Dank!
Überseht die notorischen Meckerer und unverbesserlichen Nostalgiker.
Herzliche Grüße
Fritz B.


Syben aus Duisburg

Montag, 16-06-14 20:49  slinky.slinky(at)arcor.de 

Wie bei ganz vielen anderen Festivalbesuchern waren auch unsere Befürchtungen vom großen Zelt in die Halle umzuziehen sehr groß. Wir sind positiv überrascht worden. Toll, das der Umbau pünktlich gelungen ist. Das ist keine Selbstverständlichkeit.

Die Halle ist natürlich anders aber eine gute Lösung. Natürlich war es dieses Jahr heiß, das war aber im Zelt nicht viel anders. Die Musik hat uns auch dieses Jahr wieder super gefallen, der Sound in der Halle ist viel besser. Seit langem konnte ich wieder Konzerte ohne Gehörschutz genießen. Darüber habe ich mich besonders gefreut!!
Die wenigen Auftritte, die nicht ganz unser Geschmack waren, haben wir als willkommene zusätzliche Pausen begrüßt. Schön, dass es im nächsten Jahr einen größeren Außenbereich geben soll. Das war dieses Jahr der mit Abstand größte Wermutstropfen!! Toll wäre es, wenn die Musik dann auch in den Außenbereich übertragen werden könnte. Dies war immer eine ganz besondere Möglichkeit die Musik zu genießen und trotzdem eine Pause einzulegen. Vor allem auch mit Kindern ist dies eine wesentliche Erleichterung und auch eine gute Möglichkeit Kinder frühzeitig an andere Musik heranzuführen.

Abschließend noch drei Anregungen:
- Die Toiletten sind spitze. Anzahl und Sauberkeit sind toll. Es fehlten allerdings in den Kabinen Abfallbehälter für Hygieneartikel.
- Das Essensangebot könnte vielleicht etwas mehr frisches Gemüse o.ä. vertragen vertragen.
- Vielleicht könnte man bei den Festival T-shits auf eine faire und nachhaltige Produktion achten?

Einen ganz herzlichen Dank an das Team für den Einsatz, bis zum nächsten Jahr.


Martin Froschauer

Samstag, 14-06-14 14:05  wobora(at)discardmail.de 

Vieles wurde schon geschrieben. Kritisiert oder gelobt. Ich bin 56 Jahre und mein erstes Moers war 1981 (damals noch Openair), dann 83 in der Eissporthalle, 87, 2005, 2013 im Zelt. Ich hab nicht die langjaehrige Erfahrung meinse Vorschreibers mit Moers, aber ich kann mir trotzdem eine Meinung bilden. Sicher manches ist noch ausbaufähig und verbesserungsfähig (was auch von den Festivalmachern bereits erkannt wurde). Zum Beispiel der zu kleine eingezäunte Bereich vor dem Festivalgelände. Dieses sogenannte Gerede von der "verloren gegangene Atmosphäre" kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Ich weiss nicht, was daran so romantisch sein soll, wenn lautstarke Konservenmusik von den Buden über das ganze Areal dröhnt und Nichtfestivalbesucher rüchsichtslos mit Alkohol und sonstigen bis weit nach Mitternacht lautstark und pupertären Gehabe abfeiern.
Diese Jahr war alles anders. Ein bewachter Campingplatz, wo sich auch Familien mit Kindern (sic!) tummelten, freundliche Zeltnachbarn, klasse Konzerte mit der besten Akkustik, die ich in Moers bisher gehört habe. Herz was willst du mehr. Ich komme allerdings nur wegen der Musik nach Moers und nicht wegen Marktstände und dem Treiben der letzten Jahre.
In punkto Platzbesetzen, das alte Lied*vbg*. Ich persönlich fand es nicht so schlimm, weil man immer freie Plätze fand, im Gegensatz zum "allseits gelobten Zelt". Wenn man als Veranstalter, die "Reise nach Jerusalem spielen will"*vbg*, dann muss man auch bitteschön so konsequent sein, in den Pausen die Decken (und sonstige Platzhalter) mittels Security ins Fundbüro zu verfrachten. Sonst ist das Ganze für den A*** und verursacht nur Reibungen unter den Besuchern. Ohne Konsequenzen reagiert der Mensch nunmal nicht. Sehr Positiv fand ich in dem Zusammenhang die festivalbändchen und die freundlichen Damen am Einlass, die auch die Rucksäcke nicht kontrollierten. Fazit alles in allem ein sehr entspanntes Festival, mit ein paar zu meisternden Kleinikeiten. Ihc werde nächstes jahr wiedserkommen. Der Star soll schliesslich die Musik selbst sein, und nicht ein paar Klammotten- und Fressbuden.
Maddin (bekennender Jazzfan seit 1975)


paul coppus aus Horst aan de Maas

Samstag, 14-06-14 13:23  suppoc(at)kpnmail.nl 

Hallo,
Seit anfang 90.Jahren sind wir dabei. Wir haben das Programm mit Burkhardt Hennen genossen. Auch Ihr bemüht euch ein gutes Programm darzubieten. Lob!
Eine sehr schöne Halle und eine prima Anlage. Mach weiter so. Vielleicht etwas mehr Toiletten und Dusche auf der gratis(SUPER!!) Campinganlage.
Bis zum nächsten Jahr!
Danke, Annie und Paul Coppus
p.s. ??? vieleicht MAGMA??
im nächsten Jahr. Wir traumen schon davon.


Gereon Muckelmann

Samstag, 14-06-14 11:12  gereon-muckelmann(at)freenet.de 

Nicht mehr mein Festival

17 Jahre alt war ich, als ich 1972 zum ersten Mal – mehr oder weniger zufällig – das „Free Jazz Festival Moers“ besuchte. Heute bin ich 59 und habe seit 1972 kein einziges Moers-Festival ausgelassen. Deshalb halte ich es nicht für zu pathetisch zu sagen, dass dieses Festival einen bedeutenden Teil meines Lebens ausmacht. Zweifellos wurden einige Richtungsentscheidungen meines Lebens direkt und indirekt vom Moers-Festival determiniert. Ich glaube, dass ohne dieses Festival mein Leben einen anderen Gang genommen hätte. Deshalb fällt es mir schwer heute mit Wehmut zu sagen:

„Das ist nicht mehr mein Festival.“

Das Moers-Festival lebte von Beginn an von der einzigartigen Mischung aus großartiger Musik, aus der Experimentierfreude, dem Mut zum musikalischen Experimentund der Innovationskraft eines Burkhard Hennen und dem einzigartigen Ambiente im Moerser Schloss- und später Freizeitpark. Diese Mischung hat das Festival weltberühmt und groß gemacht. Es hat mich über all die Jahrzehnte fasziniert und immer wieder angezogen. Die Innovationsfreude hatte nach Burkhard Hennen schon sehr gelitten, als die Festivalleitung mehr auf zugkräftige Namen setzte. Trotzdem blieb ein spannendes Programm und die Komponente des Freizeitparks. Sicher, auf einige Auswüchse der letzten Jahre hätte auch ich verzichten können und einen ausufernden Weihnachtsmarkt für den gehobenen Hippiebedarf brauchte ich auch nicht unbedingt.

„Gebt dem Neuen Festivalort eine Chance“, so klang es flehend aus der PR-Abteilung der Festivalorganisation. Richtig, diese Chance hat das Festival verdient, dachte ich mir, obwohl ich bereits ahnte, was kommen würde. Schließlich war während der 8oer-Jahre das Festival schon einmal in der benachbarten Eissporthalle untergebracht und ich erinnere mich gut, wie ich 1986 nach dem letzten Konzert enttäuscht in dem damals noch vorhandenen Bierzelt bei einem Absackerbier saß und beschlossen hatte, dass dies das letzte Mal sei, dass ich nach Moers gekommen war. Viermal in der Eissporthalle hatte ich durchgehalten, aber ein fünftes Mal sollte es nicht geben. Mein persönliches Festival wurde schließlich im nächsten Jahr durch den Rückzug in den Park und das Zirkuszelt gerettet.

Leider wurde die erbetene Chance schlecht genutzt. Obwohl die Festivalhalle an sich ist gut gelungen ist. Gegenüber dem Zirkuszelt bringt sie eine deutliche Verbesserung im Bezug auf Sitzkomfort, Bühneneinsicht und vor allem Akustik. Ja, die Akustik der Halle ist gut – eine Tonhalle ist es allerdings nicht geworden. Schon die lauten Lüftungsgeräusche stören ab Mezzopiano sehr. Deshalb kann ich auch nicht in die derzeit sich überschlagenden Lobpreisungen der Halle einstimmen. Die Lüftungsanlage schafft es zudem nicht ein angenehmes Klima in der Halle zu erzeugen. Das Konzertprogramm war trotz des mäßig ausgeprägten Muts zur Innovation gut. Nicht alles hat mir gefallen aber das erwarte ich auch nicht. Schlimm wurde es, wenn ich die Halle verließ. 2000 Leute eingezwängt in einen schmalen Streifen entlang der Halle erinnern schon sehr an ein Gehege für freilaufende Hühner. Wie viele Quadratmeter wurden jedem Festivalbesucher zugestanden? Die vorher angekündigte Ausstattung mit Liegestühlen – ein Witz für 2000. Na gut, dann gehe ich halt raus aus dem abgesperrten Besucherbereich. Aber was erwartet mich da? Ein Parkplatz voller Wohnmobile und Zuliefererfahrzeuge. Ein dichtgedrängter überflüssiger Weihnachtsmarkt mit einem grottenschlechten gastronomischen Angebot. Na, dann gehe ich halt noch einmal im Freizeitpark spazieren. Aber da kommt nur Wehmut auf beim Rückblick auf die vergangenen Jahrzehnte. Immerhin gibt es dort türkischsprachige Großfamilien, die sich zum Grillen auf der Fußballwiese zusammenfinden – mit Kindern!!! Hat jemand in diesem Jahr auf dem Festival Kinder gesehen? Und da merke ich auch, was diesem Festival fehlt – die bunte Mischung der Besucher, die Kinder. Die, welche jahrzehntelang, quasi en passant, jährlich ein kulturelles Bildungsprogramm in genau der richtigen Dosis bekamen, die waren nicht da. Sie waren gleich mit ihren Familien zu Hause geblieben, weil für sie kein Platz mehr war. So, wie viele der Besucher, die ich jahrzehntelang immer wieder auf dem Festival getroffen habe, nicht mehr da waren. Mit ihren Familien ferngeblieben. Die Freunde, die ich als Kleinkinder auf dem Festival kennengelernt habe, jährlich wiedergesehen, daher aufwachsen gesehen, inzwischen selbst Eltern geworden. Sie alle fehlten in diesem Jahr, weil für Familien kein Platz mehr ist. Weil das einzige was vom Moers-Festival übrig geblieben ist, ein spannendes Musikprogramm in einer leidlich guten Halle war.

Am Pfingstmontagmorgen reiste ich ab. Noch so einen Tag, eingezwängt in einen viel zu kleinen Festivalbereich wollte ich mir nicht antun. Dann muss ich halt auf einige Konzerte verzichten. Ob ich wiederkomme, weiß ich noch nicht. Vielleicht mal für einen Tag. Vielleicht um nochmal nachzuschauen, ob sich etwas verbessert.

Aber das – das war nicht mehr mein Moers-Festival.


Ulrich Selich aus Köln

Freitag, 13-06-14 23:15  ulrichselich(at)hotmail.de 

Ihr Lieben, das Festival war großartig! Dem Zelt weine ich keine Träne nach, obwohl die Halle etwas kleiner ist. Dafür ist der Sound umso besser. Was allerdings mir und auch dem Freund, mit dem ich dort war, überhaupt nicht gefallen hat, ist das Umfeld: viel Klein-Klein, enge Raumverhältnisse, Bauzäune - ein wenig wie Picknick auf dem Supermarktparkplatz mit Trommelbegleitung. Und hinter der Ticketkontrolle wurde es dann noch enger - gar nicht gut! Sehr gefallen hat mir dagegen, was sich am Vormittag auf dem Gelände der Musikschule abspielte. Alles in allem: Ich freu mich auf nächstes Jahr (wenn denn das Festival wieder stattfinden sollte). An Euch: Danke und weiter so! Gruß Ulrich


jan carstensen aus bremen

Freitag, 13-06-14 18:52  mail(at)jan-carstensen.de 

ein supertolles festival - vielen dank dafür an das ganze team - großartige leistung das innerhalb eines jahre hin zu kriegen. natürlich hatte auch ich bedenken - geht moers ohne das schöne zelt - aber gleich am ersten tag war klar - es geht - und zwar besser. die halle ist sehr gut geworden - vor allem die akustik - natürlich das wichtigste wenn man musik hören will - das musikprogramm war allererste güte - tonmischung super - licht: naja - war schon sehr professionell - aber manchmal n bißchen übermotiviert - eher für rockkonzerte geeignet - z.b diese lichterkerzen uäh - vielleicht bräuchte man da mal einen künstlerischen berater der nicht aus dem rockbereich kommt - ich finde es ist auch überhaupt kein verlusst dass dieser riesencamping/partybereich nicht mehr dabei ist - es ist eine viel stärkere konzentration auf das eigentliche - die musik - möglich - also vielen dank noch mal - bis zum nächsten jahr - vielleicht gibs dann ja auch n paar mehr duschen ;)
grüsse aus bremen jan