Gästebuch

Liebe Fans, Freunde und Kritiker des moers festivals,

seit Anfang Dezember 2016 arbeiten mein neues Team und ich mit großer Leidenschaft daran, das moers festival 2017 vorzubereiten und der 'Idee von Moers' zu Pfingsten einmal mehr ihre besondere Gestalt zu geben. Dabei gibt es für uns in kurzer Zeit sehr viel zu tun - trotzdem werden wir neue Wege gehen, manches hinterfragen, auf Bewährtes zurückgreifen, hoffentlich Unerwartetes und Überaschendes erleben - und wir werden dabei sicherlich Fehler machen. 

Sie helfen uns, ihr helft uns sehr, wenn dieses Gästebuch ein Ort für stil- und respektvollen Austausch bleibt.

Alle Gästebucheinträge der Vergangenheit sind wieder sichtbar - abgesehen von wenigen diffamierenden oder beleidigenden Kommentaren. Nach beunruhigenden Zeiten und einem langen Vakuum im Herbst 2016 freuen wir uns über konstruktive Kritik, Anregungen, Ideen, Anekdoten rund ums Festival...

Ich wünsche uns allen dabei viel Freude, etwas Weisheit und ein paar geniale Momente

Tim Isfort

Update 6.4.2017: Seit heute gibt es eine neue Webseite und damit auch ein neues Gästebuch. Die alten Gästebucheinträge sollen aber nicht verloren gehen. Wir suchen nach einer technischen Lösung, die großen Datenmengen bald auf der neuen Seite wieder bereit stellen zu können.

Gästebuch Formular

Matthias
Liebes Moers Festival-Team,

ich habe derbe Respekt vor dem, was ihr geleistet habt und diese Festivalausgabe war die beste, seit ich in Moers wohne, und zwar sowohl das Hauptprogramm als auch das Drumherum. (Von wegen "früher der Flair im Park blablabla" - das Festivaldorf mit Außenbühne hat ja wohl mindestens doppelt so viel "Flair" wie 5 Millionen Pluderhosenstände und Schnapsleichen (einzig wenn ich an die Jesus Freakz denke, spüre ich noch leichte Phantomschmerzen...*:(( weinen)) - sagt auch der Handballtrainer meiner Kids, auf den ich mit Engelszungen einreden mußte, daß er überhaupt nochmal kommt.
Danke, daß ich die Swans erleben durfte - und noch so viele andere Highlights. Völlig unerwartet zum Beispiel mitten am Tag, mitten im Park unter einem Pavillion in der prallen Sonne Bruno Angeloni und Steffen Roth - Hammerkonzert! Geiler Drummer! (und und und...)
Ich weiß, ich stehe mit dieser Meinung nicht alleine da, aber im Gästebuch habe ich auch ein paar kritische Worte gelesen. Was ihr euch davon anzieht, was nicht - keine Ahnung. Aber ganz grundsätzlich finde ich euren Weg der etwas chaotischen Überfülle zukunftsfähig, weil das Programm immer noch hochanspruchsvoll ist, aber nicht mehr von dieser etwas nervigen Hochkulturkrampfigkeit begleitet wird.

Erholt euch gut und genießt den Erfolg! 1000% Begeisterung! Danke für ALLES!

Matthias
Rainer Brase
Dem Gästebuch entnehme ich, dass dieses Festival ein überaus gelungenes war, denn nichts wäre doch trauriger als ein Festival, das die Besucher völlig unberührt und gleichförmig zurückließe.
Als ich ein paar Tage vorher von „back to the roots“ sprach, meinte ich damit keineswegs den Versuch einer Wiederauflage früherer Festivals, sondern vielmehr die Rückbesinnung auf das, was das Moers-Festival von Anfang an immer ausgezeichnet hat - ein paar Tage im Jahr ein Wallfahrtsort zu sein für Neues, Bewährtes, Interessantes, Gewagtes, Aufregendes, Ungewöhnliches, Vertrautes und Herausragendes rund um den New Jazz im Besonderen und die aktuelle Musikentwicklung im Allgemeinen. Tim Isfort hat - meiner Meinung nach - genau dieses Konzept recht überzeugend umgesetzt. Nicht alles gefällt allen immer gleichermaßen - das war früher schon so und wird in auch Zukunft sicher nicht anders sein können.
Klaus S
Glückwunsch, hat doch gut geklappt. Hatte ich im letzten Herbst nicht geglaubt, ich war mir sicher Pfingsten 2017 woanders hinzufahren. Is doch schön das es anders gekommen ist und ich nun mein 31. Festival in Serie geniessen durfte. Das Tim und sein Team in so kurzer Zeit so ein Festival auf die Beine gestellt haben ist schon beachtlich. Genossen habe ich die Konzerte etwa von The Bad Plus oder auch Evan Parker und Keune/Nash/Noble, Freejazz vom allerfeinsten. Sehr gut fand ich auch den Auftritt von Brian Blade am Freitag Abend, regte aber zu Diskussionen an, wie ich bemerkt habe.Genauso der Auftritt von Dorian Wood, fand es interessant sowas mal zu erleben, gehört hier schon hin auch wenn viele dies anders sehen.

Moersify war sehr gut. Ein richtiger Spaß war es Kevin Shea im NRZ-Leseladen zu sehen, vor allem als irgendwann der DHL-Paketbote reinkam um ein Paket abzugeben und man bemerkte, das dieser von der Performance doch etwas verwirrt war, herrlich. Dies bitte im nächsten Jahr wieder.

Allerdings sollte das Nebenprogramm etwas reduziert werden. Parallel laufende Konzerte sind manchmal ärgerlich, wenn man etwas Jean Paul Bourelly in der Röhre sehen will aber zeitgleich Anthony Braxton in der Halle spielt. Muss das sein?

Bin im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder dabei und an Tim und sein Team viel Glück und Freude bei der Vorbereitung für Moers 2018

Mit allerbesten Grüßen
Dagmar Scheu
Liebes Festivalteam,

endlich wieder mehr Mut bei der Künstlerauswahl. Das offene Festivalgelände- spitze! Ich komme seit 2003, fast jedes Jahr, aus Freibug nach Moers- dieses Mal zählt zu den Schönsten.

Vielen Dank dafür!
Liebe Grüße, Dagmar


Anna
07.06.2017, 13.43 Uhr

Liebes Festival-Team!

Ich gehöre zum jüngeren Publikum und bin doch schon 13 Jahre begeistert dabei. Ich kann den Shitstorm einiger Vorredner nicht nachvollziehen. Entweder ihr seid schrecklich konservativ oder wart schlicht auf einer anderen Veranstaltung?!

Klar, es gibt nicht mehr den elitären, geschützten Raum für (euch) zahlenden Kunden, die von gaffenden Moerserinnen und Moersern beobachtet werden. Fehlt euch diese räumliche Trennung? Mir nicht! Ebenfalls bin ich großer Fan der Mittelbühne und der 6 Bühnenplätze. Somit war mehr Bewegung in der Bude und die Plätze in den vorderen Reihen plötzlich gar nicht mehr so heiß umkämpft.

Großes Lob an Tim Isfort, wir haben die amüsanten Ansagen und Hintergrundinfos sehr genossen. Weiter so!

Wenn das moers festival nicht an Nachwuchsmangel sterben soll, mit Verlaub - das soll doch bitte kein Seniorenfestival werden - müssen Mauern in den Köpfen und auf dem Platz eingerissen werden. Dazu gehört auch, sich für neue Musik und neue Veranstaltungsformen zu öffnen. Und wenn mir verkleidete Männer aus Myanmar nicht gefallen gehe ich raus! Genauso mache ich das übrigens auch bei "klirrender Zikadenmusik" wenn mir nicht danach ist! Das ist noch lange kein Grund dieses Festival mit R.I.P. dem Tod zu weihen!

Wünsche für nächstes Jahr:

- der Pausengong
- Montags früherer Konzertbeginn
- Rindenmulch o.ä. auf dem Steingrund vor der Mini-Wiese

Ansonsten bitte nicht beirren lassen von den vielen fundamentalistischen Jazzfreaks. Auf euch können wir in den kommenden Jahren gerne verzichten! Lang lebe moers festival :)
Thomas Breuer
07.06.2017, 12.49 Uhr

Liebes Moers Team

Unglaublich was ihr in der Kürze der Zeit geleistet habt. Hut ab. Das Festival lebt wieder. Jede Menge alte Helden wie David Moss, Anthony Braxton und Evan Parker. Dazu die tollen Konzerte im Dorf mit KNU ! und anderen. Dadaistische Sprachkunst, Figurentheater und und und. Vor allem erkennt man dass ihr ein wirkliches Konzept habt mit dem ihr die Stadt und seine Bewohner wieder in´s Boot holt. Unsere Zeltgemeinschaft die seit 20-30 Jahren zu euch kommt war durchgängig begeistert. Und auch die Orga, die sich bei Jeff Silvertrust (One-man Band) bedankt und ihm einen Festivalpass schenkt, und die die Camper am Dienstagmorgen informiert wann die Toiletten geschlossen werden verdient ein besonderes Lob. Man fühlte sich wieder so richtig zuhause, Danke. Kommen wir zum Thema Jammern auf hohem Niveau, eine Big Band wurde schon vermisst. Aber in Kürze der Zeit ist das ja nicht so einfach zu stemmen. Und klar, mir gefiel nicht alles auf der grossen Bühne, aber man konnte ja einfach in´s Dorf gehen und bekommt dort tolle Musik geliefert. Die 5 Jugendlichen die wir im Schlepptau hatten waren übrigens auch völlig begeistert. Es war endlich wieder ein Festival und keine 4-tägige Konzertaneinanderreihung. Wir freuen uns auf nächstes Jahr und sind sehr gespannt was ihr dann alles aushecken werdet.
Thorsten
07.06.2017, 9.42 Uhr

Herzlichen Dank für das beste Moers Festival seit Jahren! Ich habe mich die letzten Jahre schon sehr wohl gefühlt, aber diese Ausgabe toppte alles. Unglaublich, was das Team in so kurzer Zeit auf die beine gestellt hat. Die Musik war so vielfältig, aber "moersig" durch und durch. Die beste Neuerung: Die "Clubbühne" inmitten der Halle!

Danke Rainer Michalke für die Vergangenheit!

Danke Tim Isfort für die Gegenwart!
Meyer
07.06.2017, 9.40 Uhr

Das war das entspannteste Moers-Festival, dass ich in den letzten 25 Jahren erlebt habe. Super, dass es auch ohne abgesperrten Jazzerbereich vor der Halle, Zäune und andauernde Security-Regelmentierung geht, großes Lob dafür.

Die vielen Spielstätten und die Einbeziehung der Stadt fand ich großartig, die Festivaldorfbühne war überraschend gut, die Mittelbühne eine super Idee, auch da duch die Bierbänke zwischen Haupt- und Mitelbühne die dort bisher ansässigen Dauercamper weitgehend verschwunden sind. Das Programm war, für meinen Geschmack, solide gut, ohne unglaubliche Highlights, aber auch ohne allzu Ärgerliches. Da geht sicher noch was, gerne auch in beide Richtungen.

Vielen Dank und bis zum nächsten Jahr.
Marion Jopp
06.06.2017, 23.55 Uhr

Liebe Moersianer,

eigentlich habt ihr ein typisches moers festival hingelegt. Denn wie in jedem vergangenen Jahr war vieles vertraut, und vieles war anders. Jedoch: Eine veränderte planetarische Konstellation. Pluto, unlängst zum Quasi-Zwergplaneten degradiert, kehrt zurück anlässlich des Familienfestes in Moers. Und haut so richtig einen raus. Ja, wer hätte das gedacht.

Wir sagen ein dickes, nein, fettes und dabei reziprok live remixtes DANKEDANKEDANKE!!!

Danke, dass ihr die Grenzen zwischen dem Festival und der Stadt, zwischen drinnen und draußen eingerissen habt. Grenzen einreißen ist ja irgendwie (kanzlerinnennisch: ein Stück weit) schwer gegen den egozentral fokussierten seinsgewissheitverteigenden nichtnurschottenabschottenden Trend. Und daher um so wichtiger.

Und Danke dafür, dass ihr keine museale Kopie des moers festivals früherer Auflagen ausgestellt habt. Sondern der Energie ihren Lauf gelassen habt. Energie geht ihre eigenen Wege. Und sie hält sich zum Glück nicht daran, dass die Museen nach 17 Uhr und montags geschlossen haben.

So viel ist mal klar: Wir kommen wieder. Wir wollen wieder irritiert werden.

Tot volgende keer

Marlon Jopp aus Mülheim an der Ruhr (aka Kackstadt)
Tobi
06.06.2017, 22.13 Uhr

Liebes moersfestival-Team,

der vielen Kritik zum trotz sei hier einmal gesagt: für mich war Moers 2017 die beste Ausgabe seit langem. Ihr habt es geschafft, das Festival so neu aufzustellen, dass es sich neu und altbekannt zugleich anfühlte.

Den ganzen selbsternannten alten Haudegen des Festivals, die sich über das Programm beklagen, halte ich entgegen, dass das Festival jetzt endlich wieder das ist, was es mal war. Soviel Free Jazz wie dieses habe ich in jüngerer Zeit nicht mehr auf dem Festival gesehen (wobei verständnishalber angemerkt sei, dass auch der Free Jazz heute nicht mehr zwangsläufig so klingen muss wie er 1971 klang). Und alles, was nicht im weiteren Sinne Free Jazz war, war extrem interessant und herausfordernd. Klar gibt es bei der Fülle der Bands immer einige Tiefschläge (ADHD und Dorian Gray), aber das ist verzeihlich, wenn der Rest des Programms so hochkarätig ist. Letztes Jahr gab es fast mehr Tief- als Höhepunkte.

Ich persönlich konnte auch den oft vermisste Roten Faden entdecken: Gute Musik.

Klar gab es viele Überschneidungen, sodass man etliche tolle Bands nicht sehen konnte, aber das betrachte ich als Luxusproblem. Wer würde sich denn über eine zu große Speisekarte beschweren? Ich sicherlich nicht. Die Fülle der Konzerte an öffentlichen Orten betrachte ich zudem als Bereicherung. So wird die Musik unterstützt - denn darum geht es doch -, neues Publikum angesprochen. Erstmals konnten auch die Leute auf dem Volksfest tolle Musik hören. Wer weiß, vielleicht kommen die nächstes Jahr ja als zahlende Gäste. Dann allerdings wohl ohne "Jazz Festival Montreux 1987" - Fan-T-Shirt. Auch das wird dem ein oder anderen Kritiker hier dann sicherlich sauer aufstoßen.

Alles in allem für mich - wie gesagt - das beste Festival in langer Zeit. Noch nie bin ich so ungern wieder zurück gefahren