Gästebuch

Liebe Fans, Freunde und Kritiker des mœrs festival,

mein Team und ich arbeiten aktuell mit großer Leidenschaft daran, das mœrs festival 2018 vorzubereiten und der 'Idee von Moers' zu Pfingsten einmal mehr ihre besondere Gestalt zu geben. Dabei werden wir - wie schon 2017 - neue Wege gehen, manches hinterfragen, auf Bewährtes zurückgreifen, hoffentlich Unerwartetes und Überaschendes erleben - und dabei sicherlich auch manchmal Fehler machen. 

Sie helfen uns/ihr helft uns sehr, wenn dieses Gästebuch als Ort für stil- und respektvollen Austausch genutzt wird. Wir freuen uns über konstruktive Kritik, Anregungen, Ideen und Anekdoten rund ums Festival ...

Ich wünsche uns allen dabei viel Freude, etwas Weisheit und ein paar geniale Momente

Tim Isfort

PS. Während des Festivals steht Ihnen/euch natürlich wieder der Briefkasten neben der Bühne für Lob & Tadel zur Verfügung

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Phire
19.06.2011 - 22:32 Uhr
Will nur kurz auf meine Berichterstattung auf meinem Blog http://ntropy.de/ hinweisen. Viel Spaß beim Lesen
Constantin Sieg
19.06.2011 - 11:43 Uhr
Gute gefallen haben mir: NPM, Ingmar Thomas, The Dorf, Tia Fuller und Ornette Coleman. Wegen der Verkürzung bin ich überhaupt wiedergekommen!
Chr. R.
19.06.2011 - 01:50 Uhr
Also ich habe Herrn Michalke nun eher so verstanden, dass von offizieller Seite aus darauf hingewiesen, aber auf Regulierung durch die Security verzichtet werden soll.
Das ist IMHO der einzig gangbare Weg; alternativ vielleicht noch ein Aufnehmen in die Hausordnung mit bewusstem Verzicht auf o.g. Durchsetzung + Hinweis am Mikrofon.
Dass in Zukunft derartiges mit Zwang (bei einem \'Freejazz-Festival i.w.S.) gearbeitet werden sollte, hielte ich auch für -gelinde gesagt- absurd.

Ergänzend doch noch ein Wort zu Ton & Licht, da es angesprochen wurde:
Ich persönlich fand beides gut, wie eigentlich jedes Jahr, kleinste und kleinere Ausrutscher gab es immer - kein Thema, denke ich, besonders nicht bei einem Festival.
Dies noch:
Die Pressestimmen auf der Hauptseite verwundern mich insofern, als dass ich -ganz subjektiv- das Gefühl bekomme, diese Reporter seien nicht auf den letzten 10-20 Festivals dabei gewesen. Wie gesagt: ganz subjektiv, mir pers. war dieses Jahr klar zu pointenfrei, zu abgeschliffen und deutlich zu wenig dynamisch.

Übrigens war ich dieses Jahr auf keiner der Sessions im \'Rahmenprogramm\' (das ist nicht das erste mal so) und habe also nur den Eindruck der \'Zeltkonzerte\'; die Sessions waren immer spannend & immer gut, vllt. alleine schon aufgrund der eine besondere Konzentration ermöglichenden intimen Atmosphäre und sind in der Lage, das Festival, selbst, wenn es schon hervorragend war, in Jedermann\'s Wahrnehmung aufzuwerten. Dieses Jahr war ich bewusst nicht da..
Alfred Roß
18.06.2011 - 14:58 Uhr
Liebes Festival Team,
wohl schon etwas spät,aber doch noch meine Meinung:
Organisation: Sehr angenehm, auch die Security.Räumen des Fotographengrabens nach 10 min ein Spitzenidee!
Catering: Wein war Spitze Käffchen hat gefehlt!
Das Wichtigste die Musik: Absoluter Höhepunkt: The Dorf - ich bin jetzt noch ganz weg, wenn ich dran denk. Nach dem Konzert war ich 10 min nicht i.d. Lage einen vernünftigen Satz zu sagen. Der Rest war typisch Moers - sehr Abwechslungsreich mit Höhen und Tiefen, aber genau deswegen (auch der Tiefen wegen!) fahr ich ja immer wieder hin.
Dauer: Ich hatte letztlich den Eindruck in drei Tagen genau soviel Musik gehört zu haben, wie sonst in vier (früherer Beginn am Nachmittag, kürzere Pausen) - war am Ende also Musiksatt. Für mich müssen es keine 4 Tage sein, auch wenn diese, ob der längeren Pausen, relaxter sind.
Publikum: Stuhlbesetzen find ich schon o.k. wenn man mal in der Pause rausgeht aber das nächste Konzert wieder sehen möchte - Dauerbesetzen ohne Anwesenheit ist aber blöde. Was ABSOLUT inakzeptabel ist, ist das Dauergequatsche einiger (Logorrhoe!).
Musiker: Was mich jedes Jahr wieder verwundert, ist, dass sich so wenige der Musiker unters Publikum mischen, um zu hören, was die Kollegen so machen und vielleicht ungefilterte Reaktionen auf den eigenen Auftritt zu bekommen (es gibt Ausnahmen)!

Nochmals Dank ans ganz Team, bis nächstes Jahr!
Klaus S
17.06.2011 - 15:32 Uhr
\"Stuhlbesatzer\" die III.

Nachdem ich nun den Kommentar vom lieben Reiner gelesen habe könne wir davon ausgehen das sich auch bei der 41. Ausgabe im nächsten Jahr in dieser Sache nichts ändern wird. Ob wir das nicht unter uns ausmachen könnten, meinte er.

Das kann man sicher, mit handfestem Streit, der bei Bedarf auch mal eskalieren kann. Ich habe die Erfahrung gemacht das die \"Besatzer\" so uneinsichtig sind, anfangen rumzupöbeln, was einem einfiele sich da jetzt hinzusetzen, man müsse doch sehen das da schon einer sitzt.

Das Problem ist übrigens schon so alt wie das Festival selbst, keiner hat daran bisher etwas geändert. Wir wissen jetzt, das die Festivalleitung auch in Zukunft nichts daran ändern wird.

Mit nicht ganz so freundlichen Grüßen
Jule Pukule
17.06.2011 - 09:46 Uhr
Gefallen haben mir
The Dorf, Michiyo Yagi, Encryption, die sensationell ausgestatteten und gepflegten sanitären Anlagen.
Nicht gefallen hat mir die Verkürzung auf gefühlte zwei Tage. Das tolle Moers-Gefühl, am Ende satt und ausgefüllt zu sein, blieb aus. Zu schade.
ulli langer
17.06.2011 - 04:06 Uhr
Hallo

Erstmal Danke für ein tolles Festival. Auch noch extra Danke für Ornette Coleman. Nun ein paar kleine Anmerkungen . Der Festival Sonntag hat ganz stark angefangen, aber der Abend ohne Coleman wäre wahrscheinlich in die Hose gegangen. Fuller und Palominos als Abschluss ,ich glaube nicht nur für mich, etwas zu seicht.Überhaupt fehlte mir etwas freier Jazz.

Der Traum wäre das Feeling der Morning Sessions auf die Bühne zu bringen. Öfters haben das auch gerade ganz junge Bands geschafft wie z.B. Inhabitants oder Super Seaweed Sex Scandal.


Auch ich würde mir den Montag zurückwünschen.
Schön das es wieder ein gedrucktes und lesenswertes Programmheft gibt.

bis 2012

Reiner Michalke
16.06.2011 - 18:55 Uhr
Liebe Gästebuchschreiberinnen- und schreiber,
vielen Dank für all die Anregungen, Zustimmungen und Kritiken. Wir werden uns bemühen, jedes Jahr besser zu werden. Da sich kaum jemand kritisch zu Sound, Licht oder Video geäußert hat, gehe ich davon aus, dass das ok war. Tatsächlich haben wir hier die besten Leute am Start, die ich kenne. Ich habe verstanden, dass es beim Catering im Innenbereich noch Luft nach oben gibt. Werde ich weitergeben. Viele beklagen das Reservieren der Stühle, andere beschweren sich über stehendes Publikum, das die Sicht (der Sitzenden) behindert - und fordern von uns das Aufstellen von Regeln. Könnt ihr das nicht untereinander regeln? Wie ist das denn all die Jahre gelaufen, bevor ich meinen Job in Moers angetreten habe? Jetzt habe ich schon - auf Bitten vieler Musiker - dafür gesorgt, dass die Fotografen nur noch am Anfang eines Konzerts fotografieren dürfen - was mir übrigens den Groll der ganzen Zunft eingebracht hat - und jetzt sollen wir auch noch den gesamten Publikumsbereich regulieren? Mein Vorschlag: Wir werden für das nächste Jahr eine "Moers-Etikette" (Metikette?) zum Verhalten im Publikumsbereich des Festivals empfehlen und entsprechend darauf hinweisen. Aber bitte erwartet nicht von uns, dass wir diese Empfehlungen dann auch mit geballter Ordnungsmacht durchsetzen. Mir reicht schon jetzt die Menge der Security-Leute.
Zum Programm: Hier hatte ich bei Einigen den Eindruck, es würden ihnen schon die "morning-sessions" und die "night-sessions" in der Röhre reichen. Bitte sagt das nicht zu laut, sonst konfrontiert uns bald ein sparwütiger Politiker mit dem Hinweis, dass man doch auf das Programm im großen Zirkuszelt verzichten könnte. "Hätte er irgendwo gelesen." Nicht nur, dass ich dann meinen Job los wäre, sondern wir hätten auch viel weniger Musiker für die "sessions" in der Stadt.
Für ein Publikum Programm zu machen, dass nicht bei "Orthrelm" oder "Monolithic" meckert, sich aber mit den "Golden Palominos" schwer tut, ist eine sehr gute Vertrauensgrundlage für die Zukunft ;-) Aber Buh-Rufe und "Aufhören-Schreie"? Leute! Es gibt doch nicht nur Eingänge im Zelt, sondern auch Ausgänge. Das war nicht fair den Musikern gegenüber! Da müsst ihr schon mich beschimpfen - zumal ich voll und ganz hinter meiner Entscheidung stehe. Und bitte nicht über Denardo Coleman herziehen! Denardo ist ein unfassbar netter und hilfsbereiter Mensch und hat indirekt den Auftritt von Shannon Jackson gerettet. Als Shannon, nachdem er kurz vor seiner Ankunft am Freitag in Duisburg einen leichten Herzinfarkt erlitten hat, hörte, dass Denardo nach Moers kommt, hat er ihn gefragt, ob er ihn zur Not ersetzen und sich bereit halten kann. Daraufhin hat Denardo die ganze Zeit während des Konzertes hinter der Bühne gestanden.
Gerne lasse ich hier und jetzt Fred Frith zu Wort kommen: "Wen man auch fragt, der irgendwann auf dem Festival gespielt hat, jeder wird antworten: Das Geheimnis von Moers ist aber das Publikum. Eine riesige, fröhliche, kenntnisreiche und unterstützende Menschenmenge. Das Moerser Publikum möchte man am liebsten überall hin mitnehmen, egal wo man auftritt. Wenn ich nicht in Moers spiele, vermisse ich es jedenfalls sehr!"
Dem kann ich mich nur anschließen. Ich freue mich auf das nächste Festival mit dem besten Publikum der Welt!
st. kir.
15.06.2011 - 23:24 Uhr
Hallo,
ehrlich gesagt war dieses Festival für mich recht durchwachsen.
Ich habe einige Bands gesehen die mich exrtem begeistert haben; z.B.:
NPM (nicht zuletzt wegen Stian Westerhus an der Gitarre),Michiyo Yagi, Ambush Party, The Dorf, Monolithic.
Jedoch war mir das Programm insgesamt ein wenig zu gefällig:
etwas zu viel Weltmusik,hier und da ein bisschen zu viel Pop...(zu den Golden Palominos wurde ja schon genug gesagt)..
Ich habe das Festival immer als ein Forum für gewagte, mutige und experimentelle Musik gesehen und mir fehtlen halt manchmal die scharfen Kanten.
Doch andererseits ist das natürlich Geschmackssache.

Schade fand ich allerdings, dass das Festival mit einem eher auf Tanzen ausgelegten Konzert endete.
Ich fand es immer schön das Festival am Montagabend mit einem -in meinen Augen- echten \"headliner\"Konzert zu beenden. (Ceramic Dog; Supersilent...)
Diese Tatsache ist wohl auch dem fehlenden Montag geschuldet; und das vier Tage schöner wären, sehen anscheinend die meisten hier so.
Doch was nicht geht, geht halt nicht.

Bei allem Genörgele bin ich doch sehr froh dagewesen zu sein.
Und komme natürlich nächstes Jahr wieder.

Und zu den Rahmenbedingungen wie Essen,Security,Sitzplätze kann ich nur folgendes sagen:
Wenn ich gute Musik hören kann, kann ich über alles hinwegsehen...


Martin Reszat
15.06.2011 - 19:54 Uhr


Zu Ornette Coleman, Attila und Christian K:
Meine Freundin glaubte zunächst an einen Defekt der Verstärkeranlage. Ich habe mir gesagt: da spielt ein alter Mann, der es (technisch) nicht mehr kann, und ein Schlagzeuger, der es nicht mehr lernen wird. Mal sehen, wie der Bassist und der Gitarrist damit umgehen. Und das war einfach grandios. Ich habe also auch bei diesem Konzert etwas musikalisch interessantes erlebt!

Dem alten Mann habe ich den verdienten Beifall für sein Lebenswerk gespendet. Dem Quartett als Ganzem ist zu wünschen, dass es hinter der Bühne nicht allzu sehr knallt (Ohren haben alle vier).

Viele wären wahrscheinlich zufrieden gewesen, selbst wenn Coleman nur zum Playback auf einem Stuhl gesessen hätte. Ich gönne es ihnen von ganzem Herzen und glaube, dass auch solche Auftritte zu einem derart breitgefächerten Programm gehören dürfen.

Sehen wir es einfach als Tribut an einen Großen des Jazz und nicht als Fehlgriff.