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Thomas Wirth

31-07-10 14:57  thomwirth(at)gmx.de 

die vertragsverlängerung von herrn Michalke kann sicherlich mit gemischten gefühlen betrachtet werden. nach 4 guten bis sehr guten (bes.2009)musikalischen konzepten, war das jahr 2010, bis auf wenige ausnahmen, im festivalzelt eine große enttäuschung.

geht die entwicklung hin zu einer musikalischen beliebigkeit, um größere besucherzahlen ins zelt zu locken? bleiben musikalisch spannende,innovative sets die ausnahme? zum glück kann sich diese entwicklung auch schnell ändern!

eine andere entwicklung, die sich in den letzten jahren ständig verstärkt hat, ist dagegen anscheinend nicht aufzuhalten, der einsatz der "sicherheitsexperten" im zelt.

eins der moerstypischen merkmale war immer der gegenseitige respekt und der tolerante geist des festivals. mittlerweile erreicht die stimmung im zelt aggressive ausmaße, die nur noch kopfschütteln hervorrufen. da holen(!) besucher die sicherheitskräfte um andere besucher zurecht zu weisen, kinder werden wg. sichtbehinderung von den plätzen vor der bühne verscheucht und es wird kräftig gepöbelt. andere ähnlich geartete fälle wurden weiter unten bereits beschrieben.

da stellt sich die frage, ob nicht, wie früher, auch ohne sicherheitskräfte im zelt eine geordnete durchführung des festivals möglich ist.

m.E.liegt diese entwicklung im verantwortungsbereich von herrn Michalke.


Peter Weist aus Moers

27-07-10 14:07  pweist(at)t-online.de 

Durch manche Beiträge könnte für Auswärtige oder Nichtkenner der kommunal- bzw. kulturpolitischen "Szenerie" in Moers der Eindruck entstehen, es tobe seit jeher ein Kampf zwischen "bösen Politikern" und "guten Nicht-Poltikern" um den Fortbestand des Festivals. Ich möchte einmal (weil’s noch niemand getan hat) darauf hinweisen, dass nicht nur die jüngste Vertragsunterzeichnung sondern überhaupt die Tatsache, dass wir bald das "40ste" feiern können, nicht nur der Schaffenskraft der bisherigen zwei Festivalleiter, sondern auch dem Mut und der Kraft einiger weniger Moerser (Kommunal-) Politiker zu verdanken ist. MoersFestival, Schlosstheater und andere Kulturereignisse gäbe es ohne den Einsatz dieser oft kritisierten, manchmal übel beschimpften Leute nicht mehr – zumindest nicht in dieser Form. Natürlich gibt es in Politik und Verwaltung genauso wie unter der gesamten Moerser Bürgerschaft Festival-Befürworter und -Gegner, die keine Gelegenheit verpassen, das Festival irgendwie anzugehen – diesmal war es eben die objektiv bestehende schwierige Haushaltslage der Stadt. Auch ist die Verkürzung auf drei Festivaltage keine Verordnung der "Stadtoberen", sondern wurde bei der gemeinsamen – wenn auch durch die Sachlage erzwungenen – Suche nach Lösungen von Festivalleitung, Aufsichtsrat und anderen Beteiligten als das kleinste von allen möglichen Übeln gefunden. Die Gefahren bzw. Nachteile für das Festival durch die Kürzung sind bekannt, insofern ist Kritik berechtigt. Aber: Bei dieser Entscheidung muss es ja nicht für alle Zeiten bleiben.


Mars Sonic aus Hamburg

26-07-10 17:41  martin_nottrott(at)yahoo.de 

auch gut, mit der vertragsverlängerung für rainer mischalke; aber moers hätte es sich auch nicht leisten können die marke "moers-festival" innerhalb 5 jahren ein drittes mal zu verwässern. es reicht schon, wenn die diskussionen über eine gesamtheitliche verlängerung des überhauptstattfindens seit nunmehr 38 jahren anhält. die stadtoberen scheinen noch immer nicht begriffen zu haben, daß moers durch das festival zu den bedeutensten jazz-standorten der welt avanciert ist. dank burkhard und rainer. und jetzt die dikussion anzufachen über eine verkürzung auf drei tage.
eine zeitliche verkürzung hat doch eh schon stattgefunden: anstatt ca 34 stunden musik mit mehr als 30 acts ist dieses festival auf ca 24 stunden und durchschnittlich 22 acts im zelt geschrunpft. die überlegung über die zusätzliche finanzierung für den montag liesse sich relativ leicht darstellen: ca 10 euro alle preise raufsetzen, macht immer noch einen sehr niedrigen preis von ca 30 cent pro auftretenden musiker aus.
sollte diese kritische betrachtung nicht veröffentlicht werden, wird daraus geschlossen werden können, daß die stadt moers nicht kritikfähig ist!!!!


Klaus S aus Iserlohn

11-07-10 20:03  klaus-s1(at)gmx.de 

auch ich habe mit Freude gelesen das Reiner Michalke verlängert hat. Da ist auch in den nächsten Jahren ein tolles Programm zu erwarten. Eine positive Nachricht in dem Moerschaos der letzten Wochen.

MfG


christoph melzer aus Berlin

08-07-10 11:04  christoph.melzer(at)berlin.de 

Gratulation zur Bestätigung von Reiner Michalke und seines Konzeptes zur Weiterentwicklung des moersfestivals durch den Aufsichtsrat! Wir können uns auf mindestens 3 weitere Jahre attraktiven Musikgenuss zu Pfingsten in Moers freuen!
Ich freue mich auf Moers in 2011 -
ciao
Christoph


Gitti aus Ruhrpott

01-06-10 17:52  g.witzke(at)freenet.de 

Grosses Lob erstmal.
Hat wieder sehr viel Freude gemacht, in Moers zu sein.
Schon der Auftakt mit Terje Rypdal war vielversprechend.
Höhepunkt am Samstag war für mich Bill Frisell, am Sonntag das Grubenklang Orchester und auch Brötzmann.
Bei Sponde di Passione war ich hinterher etwas ratlos, was wollte uns wohl der Küstler damit sagen, ich rätsele heute noch…
Am Montag begeisterte Matthias Schriefl und Marie Kvien Brunvoll, die leider keine CD mithatte.
Die Abtanz-Acts jeweils an den 3 ersten Abenden zum Abzappeln fand ich eine gute Idee so als Ausklang. Nur vielleicht demnächst besser aussuchen, Dobet Gnahore war in Ordnung.
Grösstenteils war auch der Sound zu loben!
Und schafft bloss nicht den Montag ab!!! Vielleicht würden viele von weiter weg dann nicht mehr anreisen, wenn ein Tag fehlt! Dann doch bitte etwas mehr Kreativität beim Geldbeschaffen.
Und schmerzlich vermisst hab ich das Programmheft, dafür würd ich zur Not auch noch was zahlen.
Bin gespannt aufs nächste Jahr…


Hans Staiger aus Wien

01-06-10 00:58  c445099(at)owlpic.com 

Ich komme seit Jahren nach Moers und nehme über 1900 km Fahrt (hin und zurück) in Kauf, weil es ein tolles Festival ist. In diesem Jahr gab es nicht so viele Neuentdeckungen wie sonst, aber viele Hochkaräter, so dass ich Moers 2010 als sehr gelungen bewerte. Besorgnis erregend finde ich aber die Verflachung des Programms in den späten Abendstunden, konkret die Schlussacts Fr., Sa., So., die waren nur langweilig. Am Programmheft zu sparen, finde ich auch nicht gut. Lieber würde ich etwas mehr ausgeben und dafür ein Programmheft und interessante Schlussacts hören. Wenn aber in Zukunft der Montag nicht mehr zum eigentlichen Festival gehört, sondern mit Lady Gaga gefüllt wird, dann müsste das Programm der anderen drei Tage schon komprimiert hochklassige Künstler bieten und frei von Ausfällen wie Miss Platnum oder Toshi Reagon sein. Denn sonst lohnt die weite Anfahrt nicht mehr. Ich glaube, das sehen mehrere so, denn aus Gesprächen mit anderen Festivalbesuchern weiß ich, dass viele von ihnen lange Anfahrten auf sich nehmen. Also bitte kämpft um den Montag und kommt bitte 2011 wieder mit einem tollen Programm. Ganz ehrlich: 65€ für Early-Bird sind geschenkt, auch 85€ sind ein Schnäppchenpreis. Ich würde lieber mehr zahlen als ein abgespecktes Programm zu sehen.


Angelika, Georg Hoffmann, Dierks aus Dortmund

30-05-10 22:02  a.h.performance(at)t-online.de 

Der künstlerische Leiter Rainer Michalke und sein Team haben in den vergangenen Jahren durchaus bewiesen, dass sie es verstehen das Moers-Festival als Forum für inspirierten Zeitgeist zu gestalten.

Allerdings haben wir in diesem Jahr 2010 empfunden, dass die Programmgestaltung inhaltlich und dramaturgisch unausgereift war. Trotz einiger guter Konzerte (Mantana Roberts ..., Tyshawn Sorey ...) hat der Stress um Beschneidungen, wie im Vorfeld des Festivals aus der Presse zu entnehmen war, sich hier wohl negativ niedergeschlagen.

Anstelle der ersehnten ansprechenden, ungestümen, ungehörten, kraftvollen sowie auch sensiblen zeitgegenwärtigen Musik, welche die Batterien auflädt, um ins neue Jahr zu starten – erlebten wir, dass das Moerser Publikum zu fragwürdigen Pop-Nächten ins Zelt rannte, um für sich wohl noch etwas zu retten.
Hier sollte jede/r FestivalbesucherIn sich selbst fragen, wie sie/er mit dem eigenen Anspruch umgeht, oder zu unkritisch dem jetzigen und zukünftigen Geschehen Tür und Tor öffnet.
Wäre hier nicht z.B. das Mitternachtskonzert von „alasnoaxis“ in der Röhre geeigneter gewesen für einen kollektiven kraftvollen Tagesabschluss im Zelt?

Zudem haben wir den Eindruck, man will das jetzige Publikum zwar halten, jedoch nur als zahlende Masse und zwecks Planungssicherheit. Man scheint davon auszugehen, dass das Publikum dem Festival egal was kommt die Treue hält. Aber wir meinen, man spielt mit dem Publikum. Fragwürdige Einsparungen, wie das geplante „outsourcing“ des Festival-Montags setzen dem die Krone auf.

Nach zusammen über 50 Jahren Moers, in denen uns sicher nicht immer glanzvolle Momente beschert wurden, machen wir uns, aber auch viele Gesprächspartner und Freunde sich Sorgen um den Geist des Moers-Festivals.


Kurt Mader aus Krefeld

29-05-10 18:05  maderkurt(at)aol.com 

erstmal ein herzliches DANKE für das toll zusammengestellte Programm. Da ihr wahrscheinlich Sparvorschläge gut gebrauchen könnt, hier ist einer: als jahrzehntelanger Bezieher des early bird tickets weiss ichh - diese Typen sind preisunempfindlich und brauchen nicht noch mit einem Rabatt belohnt werden !!
Allerdings solltet ihr wieder ein umfangreiches Programmheft machen - meinetwegen gegen eine Gebühr, ich freue mich schon auf nächstes Jahr,
viele GRüsse und weiter so...


Klangschmied aus Freiburg

29-05-10 11:44  agonda(at)gmx.de 

@claudius.roller

"..Teilen der Musikerlebnisse erfrischt den Geist und ist ein bischen gelebte Utopie neben dem natürlich ganz anderen Alltag."

Genau, sehr schön geschrieben, habe mich mit fremden Menschen angeregt über die gehörte Musik unterhalten.

@ diebreuers

"...Bei Dobet Gnahoré kamen dann sogar die background vocals(und einiges mehr) vom unsichtbaren Rechner(klar,Kosten sparen)."

Da wäre ich mir nicht so sicher, stand ich doch 5 Meter neben der Bühne und habe die Musiker Live singen hören.

Gruss aus Freiburg





Pfingsten 21.-24. Mai 2010