31.07.2010
Improviser in Residence Sanne van Hek hat Jazz-Trompeter Ambrose Akinmusire aus New York zu Gast in Moers. Beide werden am kommenden Mittwoch, 4. August, um 20.00 Uhr, im Bollwerk 107 (Hombergerstraße 107), auf der Bühne stehen - beide Trompeten unverstärkt.
Ambrose Akinmusire ist Gewinner DER beiden Jazzpreise, dem „Carmine Caruso International Jazz Trumpet Solo Competition“ und dem „Thelonious Monk International Jazz Competition“. Außerdem hat ihn soeben „Blue Note Records“ unter Vertrag genommen, folgen wird ein Studioaufenthalt im Herbst.
Ambrose Akinmusire bei MySpace
20.07.2010
Ein Blick in unser Archiv...
lohnt sich! Dort finden Sie das Programm sowie das Magazin zum moers festival 2010 sowie alle relevanten Informationen zu den letzten 39 Festivals. Falls Sie also z.B. wissen möchten, wer am Pfingstsamstag 1984 oder am Pfingstsonntag 2010 gespielt hat, klicken Sie einfach hier.
01.07.2010
Das Video zum moers festival 2010 ist da!
Die Kunsthochschule für Medien aus Köln, die auch in diesem Jahr wieder für den Live-Stream vom Festival verantwortlich war, hat jetzt aus den Live-Mitschnitten und Interviews die Video-Dokumentation "A Shortcut Of Moers 2010" produziert. Sehen Sie noch einmal spannende Festival-Momente und interessante Kurz-Interviews in einer knapp 30-minütigen Zusammenfassung. Zu sehen ist das Video in unserem Multimedia-Bereich.
31.05.2010
Pressestimmen zum moers festival 2010
Wollte man nach vier Tagen Moers ein künstlerisches Fazit ziehen, so könnte es lauten: Alles wieder offen. Neue Trends zeichnen sich ab, ob sie sich auf Dauer durchsetzen, bleibt abzuwarten. Was auf die künstlerische Substanz des Programms zutrifft, ist leider auch für das Festival selbst kennzeichnend. Niemand will und kann sich zur Zukunft äußern. Der Dissens zwischen Stadt und künstlerischer Leitung gehört schon zur Moers-Folklore. Der alljährliche Schlagabtausch mit der Lokalpolitik war für Festival-Gründer Burkhard Hennen lästige Normalität, jetzt ist auch sein Nachfolger Reiner Michalke in der Wirklichkeit angekommen. Die Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung stehen aus, und Michalke machte deutlich, dass für ihn auch ein Leben ohne Pfingstfestival denkbar wäre.
Wolf Kampmann, Frankfurter Rundschau, 28.05.2010
Als Defilé von bewährten Stars, als Ahnengalerie oder Denkmalpflege verstand sich der Jazz in Moers, Deutschlands wichtigstem Festival für improvisierte Musik, auch beim 39. Mal nicht. Es mag dauern, bis junge afroamerikanische Musiker wie der Trompeter Jonathan Finlayson aus Lehmanns Oktett oder Rudy Royston, die Entdeckung im neuen Trio des Gitarristen Bill Frisell, allen Jazzfans geläufig sind. ... der künstlerische Leiter des Festivals, Reiner Michalke, der sich perfekt auf das "Feintuning der Gefühle" versteht, bewies auch im fünften Jahr seiner Amtzeit wieder viel Geschick bei der Auswahl und Zusammenstellung des Programms.
Karl Lippegaus, Süddeutsche Zeitung, 27.05.2010
Angenommen, das 39. Festival wäre sein letztes gewesen, dann hätte sich Michalke keinen besseren Abgang verschaffen können. Die aktuelle Ausgabe erfüllte fast sämtliche Kriterien, die eine mehrtägige Veranstaltung dieser Art im hellsten Licht erstrahlen lassen. Organisation, Ablauf und Sound: perfekt. Die Vielschichtigkeit der Auswahl: hervorragend. Keine Experimente mehr allein der Innovation wegen. Keine gängige Musik, um die Zuschauerquote zu heben. Die neuen Wege in die Zukunft, die das Moers-Festival nach wie vor aufzeigt, luden zu Entdeckungen ein, aber es gab auch Alternativen, um andere musikalische Perspektiven zu vertiefen.
Martin Woltersdorf, Kölner Stadt-Anzeiger, 26.05.2010
Reiner Michalkes Programm überzeugte, die Auswahl der Combos mit ungewöhnlichen Besetzungen, ob als Duo, Trio, mit Lichtdesign und sogar einer Trapeznummer gefiel dem Erstbesucher ebenso wie dem "alten Hasen". Der Mut Michalkes, zur "Primetime" am Abend das Duo Frisell/Henriksen auftreten zu lassen und keine "Stimmungsnummer" nötigt Respekt ab. Minutenlanger Beifall und mehrere "Aufzüge" genoss nicht nur dieses Duo, viele Auftritte ernteten hohe Anerkenung und damit auch die Arbeit Michalkes. Die einzigartige Symbiose Schlosspark, entspannte Atmosphäre und spannende Musik wirkte. Moers schmeichelte wieder einmal den nationalen und internationalen Besuchern, den Musikern aus aller Welt und lädt zu seiner 40. Ausgabe Pfingsten 2011 ein.
Klaus Denzer, Stadtpanorama Moers, 26.05.2010
Ein letztes Mal einen vierten Festivaltag erleben, das macht Moers 2010 historisch. Die Kürzung des Ereignisses auf drei Tage, um damit Sparwillen zu bekunden, ist nach momentaner Lage höchst wahrscheinlich. Das wohl letzte viertägige Moersfestival bekam sein Traum-Finale... Reiner Michalke will als künstlerischer Leiter auf jeden Fall den „besten Job beim besten Festival“ (Michalke) weitermachen - allerdings zu Konditionen, bei denen die volle künstlerische Substanz des Festivals erhalten bleibt. Zurzeit wird noch verhandelt.
Stefan Pieper, Neue Musik Zeitung, 26.05.2010
Argumentationshilfen hat sich der künstlerische Leiter über die Pfingsttage selbst gegeben: Das riesige Zirkus-Zelt war an zwei Tagen ausverkauft, die Programmkonzeption stimmig. Interessante junge Musiker trafen dabei auf alte Heroen wie Peter Brötzmann, Terje Rypdal oder Fred Frith, die bereits vor zwei, drei Jahrzehnten in Moers für Furore sorgten.
Michael Klein, Ruhr Nachrichten, 26.05.2010
Welch schöne Ironie, dass prompt das Festivalzelt besser gefüllt war als je zuvor in der Ära Michalke: 13500 zahlende Gäste. Eine grandiose Belohnung für fünf spannend und abwechslungsreich inszenierte Jahre, in denen der Kölner weite Publikumskreise aller Generationen nach Moers lockte. Natürlich musste man auch in diesem Jahr nicht mit allem einverstanden sein, was Michalke auf die Bühne brachte. Aber die schwer angesagten Balkan-Pop-Combo "Miss Platnum" der Sängerin Ruth Maria Renner lockte rudelweise kreischende Teenies ins Festivalzelt - vielleicht doch eine clevere Idee der Jazzvermittlung.
Sven Thielemann, Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 25.05.2010
Bisher hatte Michalke eine Vorliebe für polarisierende Programmgestaltung; dagegen nahm sich diese Ausgabe des Festivals eher gemäßigt aus. Zwar herrschte beileibe nicht nur feinsinnig-filigran Gewirktes vor, doch drifteten die stilistischen Gegensätze nicht so weit auseinander wie mitunter zuvor. Durchweg war die Musik handgemacht, kaum je ein Laptop im Einsatz, und doch herrschte an Kontrasten kein Mangel. Neuentdeckungen und alte Bekannte, von beiden gab es reichlich.
Berthold Klostermann, Neue Rhein Zeitung, 25.05.2010
Reiner Michalke ist das fünfte Jahr in Folge künstlerischer Leiter des Festivals. Bekam er seinerzeit die nicht einfache Aufgabe in die Fußstapfen seines Vorgängers Burkhard Hennen zu treten, meisterte er dies mit nötigem Bravour und Begeisterung. Das Publikum und die mit ihm zusammenarbeitenden Partner sind äußerst zufrieden mit dem, was er über die Jahre in Moers aufgebaut hat. Leider wurde das Moers-Festival aber nun auch mit der finanziellen Realität konfrontiert, und momentan sind Verhandlungen darüber, wie es weitergehen soll, in vollem Gange. Wenn alles so bleibt wie es ist, wird das Festival auf 3 Tage verkürzt und ein zusätzlicher Tag für ein breiteres Publikum geplant. Auf der Pressekonferenz am Sonntagmittag versicherten alle beteiligten politischen Behörden dennoch, dass sie den Verbleib des Festivals unterstützen wollen. Auf der Hauptversammlung Ende Juni sollen die Steine aus dem Weg geräumt werden. Hoffen wir also, dass auch hier die Kultur nicht der Macht der kommerziellen Hölle zum Opfer fällt.
Georges Tonla Briquet, jazzenzo.nl, 24.05.2010
























