"last call Mörzz"

... noch ein paar praktische Tipps und Wünsche für die Mœrsferien!

Liebe Mœrsfans, Musikliebhaberinnen und - entdecker (und natürlich jeweils gegengegendert),

mein Team und ich freuen uns schon sehr auf spannende Gruppen, weitgereiste Künstlerinnen, kritische Journalisten, tatkräftige Hausmeisterinnen, schlaflose Techniker und auf den ersten Ton beim 47. mœrs festival. Wir freuen uns auf voraussichtlich gutes, ziemlich gutes Wetter - und wir freuen uns auf euch - die musikalischen Entdeckungsreisenden!

Unser Programm zieht sich vom Festivalgelände durch den Park bis in die kleinsten Gassen der Innenstadt. Neue (und zugleich) alte Spielorte und Bühnen sind zu entdecken, das frühere "Hauptprogramm" findet nicht zwingend immer in der großen Halle statt, für manchen musikalischen exklusiven Funken ist der Weg das Ziel. Für Entscheidungsneurotiker gibt es im zum Festival erscheinenden Programmheft bequeme vorgefertigte Festivalrouten.

Um die Metropole Moers im Eiltempo zu durchqueren, bieten wir mit dem MFE (Mœrs Festival Express) einen zirkulierenden Entschleunigungsgeschwindigkeitszug an, der aufgrund von außerplanmäßigen musikalischen Störungen absolut unzuverlässig verkehrt.

Pünktlichkeitsfanatikern raten wir dringend, mit dem eigenen Fahrrad das Festival abzuradeln.

Und: bitte Badesachen mitbringen! Im ENNI-Aktivbad gibt es Unterwasserkonzerte und eine Unterwasserklanginstallation (zu erleben nur mit Tagesticket, Festivalticket sowie stilvoller Badekleidung).

Für Einsteiger und Mutige gibt es dieses Jahr das zusätzliche "Mörzz"-Ticket. Mit dem Erwerb dieses Tickets (10,- € an der Abendkasse, 5,- € ermäßigt) öffnen sich täglich mehrere Pforten für sehr besondere Konzerte in der Innenstadt. Mit 20 Guerillakonzerten ("moersify! #1 - #20") über die Stadt verteilt haben sich Moerser Geschäfte und kleine Orte "mœrsifizieren" lassen: Weltklasseleute aus dem "Hauptprogramm" spielen intime Solo- oder Duokonzerte - ganz nah und unverstellt.

Das Festivaldorf rund um die Halle wächst dieses Jahr wieder ein bisschen weiter. Im Schlosspark und im Freizeitpark gewinnt die Atmosphäre ebenfalls mehr an Kontur, aber Vorsicht: lasst euch nicht von wildgewordenen Pianomobilen, Freejazzgefährten oder überlebensgroßen trötenden Kaspern aus der Grafenstadt verjagen ...

Und auch das noch: die digitale Inquisition hält jetzt auch Einzug in Moers!

Als Konsequenz fällt die gute alte "mœrsington post" unserer neuen mœrs festival-App zum Opfer.

Der sechzehnjährige Programmierer Lennart Fischer war 2017 noch als Volunteer bei uns - in diesem Jahr hat er im Alleingang eine absolut professionelle App für das mœrs festival programmiert. Brillant! Ihr bekommt aktuelle News, Social Media-Meldungen zum Hashtag #moersfestival, das volle Programm und allgemeine Infos rund ums Festival. Um ganz wichtige Meldungen zu Programmänderungen, Specials oder auch Unwetterwarnungen zu erhalten, könnt ihr die Push-Benachrichtigungen aktivieren. 

 

Es gibt die App kostenlos sowohl für iOS als auch für Android. Erhältlich unter:

iOS: https://itunes.apple.com/de/app/moers-festival/id1341448683 

Android: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.lambdadigamma.moersfestival

 

Zurück zum ganz ursprünglich Analogen: in diesem Moment liegen Visumsanträge von phantastischen MusikerInnen noch immer zur Prüfung und wir warten stündlich auf positive Bescheide.

Meine Bitte an alle, die einen Beitrag leisten möchten, wäre, nun einmal die Augen zu schließen, ein paar gute Gedanken, einen "last call" nach Kinshasa und Ahmedabad zu senden und die Augen in Moers wieder so zu öffnen, dass die Musiker tatsächlich und mit all ihrer Energie und Virtuosität nächste Woche bei uns auf der Bühne stehen.

 

In jedem Fall wünsche ich uns allen ein Festival reich an Entdeckungen und Unerwartetem! 

Mit Dank und voller Vorfreude

Tim Isfort