Wo die wilden Frösche klatschen
22. Mai 2026 um 23:30
Black Noise ist eine Betrachtung über das Wesen des Wandels, der Transformation und der menschlichen Vergänglichkeit. Der Klang wird erzeugt, indem der Performer eine Flöte spielt und diese anschließend verbrennt – eine Auseinandersetzung mit der Idee, dass die Auflösung des Instruments selbst zum Werk werden kann. Im Verlauf der Performance fungiert die Flöte als Pyrophon: Die Luft im Inneren wird nicht durch den Atem, sondern durch Feuer aktiviert, wobei das Instrument zwangsläufig zerstört wird. Der Titel „Black Noise“ (Schwarzes Rauschen) bezieht sich als technischer Begriff aus der Signalverarbeitung auf die Abwesenheit von wahrnehmbarem Schall (im Gegensatz zu Weißem Rauschen). Dieses Verstummen, das Fehlen jeglicher Wahrnehmung, erinnert uns an die Prekarität der menschlichen Existenz. Die „Schwärzung“ (Nigredo) nimmt zudem Bezug auf eine zentrale Stufe in der Philosophie der Alchemie.
Kuratiert von Graham McKenzie (artistic director hcmf)
XN ist ein Partnerschaftsprojekt zwischen dem moers festival und dem Huddersfield Contemporary Music Festival (= hcmf//) (UK). Das Projekt fokussiert sich auf Improvisation und verbindet Genres wie Jazz, freie Improvisation, Komposition und elektronische Musik, mit einem besonderen Augenmerk auf neue, aufstrebende Künstler*innen. hcmf//, das größte internationale Festival für zeitgenössische Musik im UK, bietet eine Plattform für innovative Programmgestaltung, die Künstler*innen weltweit Chancen zur Präsentation und Weiterentwicklung bietet. Durch die Förderung von Kooperationen und künstlerischer Synergie stärkt XN das europäische Netzwerk der neuen Musikszene.
XN wird finanziert durch die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten mbH (GVL) und Phonographic Performance Limited (PPL) mit Unterstützung des Goethe-Instituts.
