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Gwyn Wurst

Gwyn Wurst (keys)

enni.eventhalle

@the same time:

ZIP-ZIP-ZIP! In seinem eigenen Soundlabor zur Fleischverarbeitung zerhäckselt und verwurstet Supercharcutier Gwyn Wurst Delicatessen aus den verschiedensten musinarischen Regionen, Genres und Stereotypen. Während andere grobschlächtige Bouchères und Vendeurs de saucisses nicht über ein klägliches Mittelmaß bei ihren Performances in ihren Keyboardchâteaux, Elektroniklaboratoires und zweidimensionaler Présence sur scène hinauskommen, zieht - ZIP! - Wurst uns vom ersten Ton (oder besser: von den ersten 17 zugleich gespielten Tönen!) absolument in andere Dimensionen. Kein Wunder, denn wenn Gwyn 88 Tasten, ganz egal in welchen Farben, vor sich sieht, wachsen ihm (es ist das Ergebnis eines lang zurückliegenden Laborunfalls) multiple Arme mit denen er vom Subkontra-C bis gen 22.024 Hertz alle Töne, Noten, Samples, Bits, Sounds, Bytes, Templates zugleich koordinieren, arrangieren, entfesseln und gezielt gegen Tanzmuffelinnen, Phantasiearmut, Humorlosigkeit und zu weit nach rechts Gerückte einsetzen kann. ZIP-ZIP-ZAP! Da kriegt sogar die Tochter des französischen Teufels kalte Füße und rauft sich durchgedreht ihr PoiL und muss zugeben, dass ihr ganzes Leben nichts anderes war, als einfach nur: Le Grand Sbam! Tja, so einfach ist das manchmal… Selbst der 99-jährige Capitaine Bas-Rhin, der den Chef cuisinier vor vier Jahren - CLICK! - von seinem weißen Voilier „L’Internet“ schon einmal beobachtet hatte, freut sich und stellt sich sehnsüchtig vor: „Eines Tages in einem Hundertachtundzwanzigsteltonsystem denken.“ Und - HYSH! - schneidet er sich ein paar Scheibchen vom feinsten "Jambon de danse d'Antoine Arnera" für die Konzertpause an der Montagne de luge in sein Tupperdöschen… (aber die vegane Variation, die nun wirklich nix Berauschendes ist).

Zur gleichen Zeit bläst Nonoko Yoshida, die in Tokyo das legendäre „Kata-Inu“ (eine rollende Garküche) betreibt, mit unfasslicher Zirkularatmungsenergie eine oktatonische Version von „Giorgia on my mind“ und pustet gemeinsam mit ihrem Lieblings-Sushiya Loui Yoshigaki am 6-saitigen elektrischen Schneidebrett alles vom Rodelberg hinfort, was sich dort während der letzten 12 Monde an schlechtem Geschmack, fehlender Menshlichkeit, aufgestauter Wut und niederrheinischen Regenwolken so angesammelt hatte. Die beiden hatten nämlich eigentlich eine Italien-Tournee geplant, aber die Behörden in Rom verweigerten ohne Begründung die Einreise! Die Wolken verzerren sich noch kurz zur Fratze einer rechtspopulistischen und wenig gastfreundlichen südeuropäischen Regierungschefin (was für ein verwunderlicher Zusammenhang!) und lösen sich dank Kata-Inus Garküchen-Soundtracks sodann für immer in Luft auf. Schwierige Entscheidung: Sushimobil oder Supercharcutier? (Psssst: ab dem 21. Mai können wir beides @the same time im virtuellen Festivalgedächtnis moersland (VR) sehen!)


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